Archiv für April 2007

Solidarität!

Richtig so! Geht mal bei Top-Berlin in der Linkliste auf „Anti-Repression“. Das finde ich gut!

mal wieder nen F-Word

Na super! Mal wieder bei Indymedia mich entertainen lassen wollen… jetzt habe ich hiervon nen Ohrwurm. Gleich muss ich auch noch zur Arbeit. Ich hoffe, dass ich meinen Kopf bis dahin noch auf „keine bösen Wörter“ umgepolt bekomme, sonst könnte es evtl. dann doch so ein klein wenig peinlich werden.

Nur mal so #4

Nur mal so, weil ich mir in letzter Zeit des Öfteren mal wieder anhören musste wie geil Berlin wäre: klick!

Ansonsten war das Wochenende wie zu erwarten und nicht zuletzt wegen diesem Herrn sehr gut. Auf jeden Fall kommt im Dorf die elektronische Musik allmählich auch in linken Zentren an. Dass ist schon alleine deshalb sehr gut weil der Break zur Afterhour im Q-Club dann nicht mehr so groß ist. Und die S-Bar macht ja auch immer früher dicht, also nicht nur mich sondern auch die Türen. Huar! huar! huar!

first of may

Der revolutionäre erste Mai steht nun also zum zwanzigsten Male vor der Tür (o.k. ein paar mal ist er auch ausgefallen). Zeit also mal ein wenig Nostalgie auszupacken. Von wegen damals Demos mit 15.ooo Menschen, A.T.R. auf nem 40 Tonner und ganz viel Pop-Antifa der hohen Schule. Da, wenn man mal ehrlich ist, der revolutionäre erste Mai in Berlin so ziemlich seit Beginn lediglich aus erlebnisorientierter Nostalgie bestand lass ich das dann doch mal sein. Ein paar Schmankerl die über die subjektiven Eindrücke hinausgehen gab`s bezüglich des ersten Mai trotzdem:

„Aufgabe der radikalen Linken kann es nur sein, Kapitalismus als Ganzes zu kritisieren und nicht seine immanente Gewalt zu verurteilen. Solche Kritik zerstört den Schein der Vernünftigkeit staatlicher Ordnung, von Recht und Moral. Sie erfindet keinen besseren Staat, sondern zeigt seine inneren Widersprüche auf, indem sie die untrennbare Verbindung von Gewalt und Gewaltlosigkeit in Recht und Moral denunziert. Sie fasst und verwirft die kapitalistische Gesellschaft als historisch gewordenes System, setzt diesem aber keine Entwürfe eines anderen, besseren Lebens entgegen, sondern kritisiert gerade, dass alle konkrete Utopie sich stets nach den Maßgaben kapitalistischer Rationalität richtet. Kritik verweigert sich jeglicher konstruktiver Mitarbeit und hält statt dessen an der Perspektive der revolutionären Überwindung des Kapitalverhältnisses fest. „

Aus dem besten Aufruf der in 20 Jahren revolutionärer erster Mai geschrieben wurde. Die Demo war zwar in dem Jahr verboten. Stunk gabs trotzdem.

Ach, ja. Eigentlich verhält es sich bei mir mit Indymedia und dem ADF-Forum ähnlich wie mit nem Verkehrsunfall mit Schwerverletzten. Ich weiß schon bevor ich hinschaue, dass mir schlecht wird, aber ich schaffe es irgendwie trotzdem nicht wegzugucken – und danach ärgere ich mich wieder. Aber die Reaktionen auf das Ding haben mich dann doch sehr amüsiert.

„zerquetschen, zermalmen, zerstören“ (Moderator)

Letztes Wochenende wurde die gute Sonntagsjogginghose aus dem Schrank geholt da es mit dem Herr Softbrain und dem KBR-Hooligan an einen Ort ging wo “Männer noch Männer sind”, der Buffalo Schuh nie aus der Mode kommt und die Wasserstoffblondierung als Ästhetik in Vollendung gilt. Es ging zu “Power and Action” – einer Monstertruck Liveshow. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viel “Daumen hoch” gesehen und selber gemacht wie an diesem Tag. Die Show war schon ganz gut, so mit Autos die sich überschlagen, riesen Sprünge mit Motocross Bikes und viel Feuer, alles untermalt mit Eurodance Trash Musik. Natürlich, wie es bei der Unterschichtunterhaltung so ist, durfte der “Spasssss!” auch nicht zu kurz kommen. Und genau deshalb machte der Moderator (man muss ihn sich wie Harry Wijnvoord in prekarisiert vorstellen) die ganze Zeit auch “Spasssss!”, wurde nicht Müde zu erzählen, dass er auf jeden Fall “Spasssss!” hat und uns allen auch ganz viel “Spasssss!” wünscht. Auf uns übertrug sich, unter dem Gesichtspunkt der Realsatire, der ”Spasssss!”, vor allem als wir ins Gespräch mit einem der Stuntfahrer kamen der uns einfach mal zu seinen Fans erklärte und wir die Gelegenheit nutzten ihn in diesem Glauben zu lassen.
Zwar bestand die Konversation hauptsächlich aus Daumen nach oben strecken, der Testosteronboy hatte aber auch so geile Sätze wie “das schwule Klo ist nicht gekommen” drauf. Weiter gings dann mit „zerquetschen, zermalmen, zerstören“, einem mäßig begeisterten Publikum und ner schönen(!) Pommes Schranke an der Frittenschmiede.
Fazit: Der kleine Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wichtig beim Besuch solcher Events ist allerdings, dass man sich in die letzte Reihe stellt da das Publikum einen ähnlich hohen Unterhaltungswert wie die Show an sich hat. In etwa gleiche Zielgruppe wie dieses durchaus auch zu empfehlende Etablissement.


Wo Männer noch Männer sind. – Die Stuntfahrer hatten einen extrem hohen Unterhaltungswert. Zumindest unter dem Gesichtspunkt der Realsatire.


Der Typ ganz rechts kam später noch an unseren Tisch. Leider konnte er trotz größter Mühe des KBR-Hooligan nicht agitiert werden.

nur mal so # 3

Von wegen im Dorfe wäre nichts los.
Auf die folgenden Veranstaltungen freue ich mich:

8.+9. April 15:00 Uhr Schützenplatz – Monstertruck Liveshow
18.April, 20:00 Uhr DGB (eine vernünftige) Veranstaltung zu Pornografie
26. April, T-Keller, Flüchtlingsstreik gegen das Lagersystem
12.Mai Mensa, DJ Vadim (oneself)

Live aus dem Krisengebiet

Henry Maske, hochstilisiertes Symbol der deutschen Einheit, bekam leider nicht wie erhofft am letzten Samstag ne tracht Prügel ab. Stattdessen wurde man Zeuge eines der langweiligsten Comebacks der Boxgeschichte. Dass Maskes Boxstil den eigentlich recht sympathischen Namen „Frankfurter Schule“ trägt macht die ganze Sache übrigens kein bisschen besser.

„Let’s get ready to rumble“

Alles egal weil wir haben Spektakel in unserem beschaulichen Dorf. Das Spektakel wird von verschiedenen Linken veranstaltet und nennt sich Grabenkampf. Und davon gibt es gerade Zwei. Es besteht also die Hoffnung, dass uns ereignisreiche Tage voller Häme, Gezanke und Gerüchte ins Haus stehen.

Fight Nr.1 – Die Newcommer
Der junge Mann mit den langen Sätzen zusammen mit M.O.G. v.s. dem alten Mann mit den steilen Thesen.
Dieser Fight wird hauptsächlich im Internet ausgetragen und dreht sich in erster Linie um Internetrecht und Antiantideutsche

Von 10 möglichen Punkten erhält diese Auseinandersetzung in der :
Kategorie Eskalation 1 Punkte
Kategorie Durchhaltevermögen 3 Punkte
Kategorie theoretisch angereichert 7 Punkte

Fight Nr.2 – der Evergreen.
Fast die gesamte Göttinger Linke v.s. die Gruppe mit dem unsexy Namen
Aktuell gehts wieder um den generellen Umgang untereinander. (Göttinger Linke: „ALI voll unreflektiert“, ALI: „Göttinger Linke alles Antideutsche, wollen uns fertig machen“). Als vor einem Jahr die Nummer begann gabs , Flugblatt zerupfen, rumgeschupse, Wasserbomben schmeißen und gaaanz viel gezeter. Aktuell ist nur die GöDru (so ne Art Indymedia in gedruckter Form ) in der ein ALIkritischer Text stand komplett verschwunden. Leute da geht noch mehr!

Von 10 möglichen Punkten erhält diese Auseinandersetzung in der :
Kategorie Eskalation 6 Punkte
Kategorie Durchhaltevermögen 10 Punkte
Kategorie theoretisch angereichert -1 Punkte

Trotz des äußerst objektiven Journalismus der auf diesem Blog betrieben wird muss ich ein paar Anmerkungen in eigener Sache machen: Die ALI-Member als unsympathische, unreflektierte Testosteronmacker darzustellen ist sowas von ungerecht, das ist nämlich gefälligst mein Ruf und den will ich nicht mit der ALI teilen! Außerdem verwundert es doch wieder sehr, dass alle sich über den Umgang etc. beschweren wo doch bei der ALI offensichtlich, ganz grundlegend einiges komisch läuft. Leider gibt es ja die Gewissheit, dass es beim Rest der Göttinger Linken kaum über diese Positionen hinausgeht.