Nazi Rap – es gibt ihn doch (aka „Töne des Grauens“)

Ich habe immer gedacht, dass man sich für Nazis nicht fremdschämen kann. Mir deutet dieses unangenehme Kribbeln im Nacken und das ständig ungewollte einziehen meines Kopfes allerdings an, dass ich dies gerade tue.
Schuld daran ist das von ein paar „autonomen Nationalisten“, vermutlich aus dem Umfeld des „Aktionsbündnis Mittelhessen“, ins Leben gerufene „Projekt X – Hip Hop für Deutsche“. Drei Tracks haben die stolzen Deutschen schon zustande gebracht. Blöderweise scheinen sie beim Aufnehmen an irgendwelche Regler gekommen zu sein mit denen man die Stimmen hochpitchen kann und so heult einem eine viel zu leise, dafür aber um so depressivere Mickey Maus Stimme entgegen und jammert, mühselig in Reime verpackt, über die System Antifa und den Judenstaat. Leider haben sie auch nicht bedacht, dass der Gag an Hip Hop der ist, dass man auf den Takt eines Beats rappt und nicht versucht gelangweilte Schulklassen einer Orientierungsstufe beim Vortragen eines Gedichtes auf der jährlichen Weihnachtsfeier zu imitieren.

Die Kameraden scheinen noch nicht ganz so überzeugt von diesem Projekt zu sein. So meint ein Nazi in einem Thread zu Projekt X:

„HIP HOP ??? Ich kenne mich da bestimmt nicht aus, aber um zu sagen das es eher Sektenmeditationsentspannungsmusik für Vollidioten ist… muss man das auch nicht!“

Ich weiß, Nazizeug soll man nicht verlinken und so…. Hier aber trotzdem ein wenig Anschauungsmaterial:


36 Antworten auf “Nazi Rap – es gibt ihn doch (aka „Töne des Grauens“)”


  1. 1 keta minelli 20. November 2007 um 16:48 Uhr

    „mit dem rücken zur wand“ und „lieber verreck ich als vor euch zu knien“, das kenn ich aus der zeit, als ich noch sport gemacht habe.

  2. 2 besserscheitern 20. November 2007 um 18:08 Uhr

    =))

    Oder die gute alte „Ich hab doch nichts gemacht, ich hab doch nichts gemacht. Hör doch auf!“ – Leier.

  3. 3 A.M.P. 20. November 2007 um 18:19 Uhr

    Was für Spacken, alleine das in Verbindung mit Hip Hop zu bringen, rechtfertigt einiges. „Hier musiziert der nationale Widerstand“ auh Backe ist das scheiße, das merk ich mir…das kriegen se wieder.

  4. 4 elser 20. November 2007 um 18:30 Uhr

    ;)) Ist die Stimme von diesem „Rapper“ etwa verfremdet? Das ist einfach nur lächerlich…

  5. 5 kapsler hauser 20. November 2007 um 18:33 Uhr

    also ich finds hammer! =))

  6. 6 babybär 20. November 2007 um 21:15 Uhr

    also mit hiphop hat das nun wirklich nichts zu tun, da musste dich gar nicht fremdschämen für. wie du schon selbst andeutest, hat irgendein trottel seichte musik laufen lassen und ein schlechtes gedicht (hauptsache es reimt sich, weil, was sich reimt ist gut) drüber gesprochen. da sind ja die northeimer judenhasser (irgendwo auf diesem blog zu finden) besser.

    „hiphop für deutsche“ find ich allerdings passend, verdient ham ses und hiphop verstanden sowieso nicht (und sonst auch nicht viel)

  7. 7 yki 21. November 2007 um 12:35 Uhr

    Wie geil! So schlecht, dass ich einfach nur drüber lachen musste.
    Aber fällt das unter die Kategorie „Nazis versuchen hip zusein, schaffens aber nicht“ oder „verunglückter Querfrontversuch/Adaption linker Ausdrucksformen“?

  8. 8 Nazi Rap Fuck Off 21. November 2007 um 15:37 Uhr

    Schön auch der Trailer mit der Demoszene… 10 leute aufm Standstreifen, Respekt!!

  9. 9 roi 21. November 2007 um 19:11 Uhr

    Toll ist auch die adresse von deinem beitrag. …p=88 ;)

  10. 10 Administrator 21. November 2007 um 21:10 Uhr

    Oh, keine Absicht gewesen.
    Mir fällt gerade auf, dass es eigentlich erst 79 veröffentlichte Beiträge gibt dies aber schon das Posting Nr.88 ist.
    Da ist bei den Beiträgen die ich mich bisher nicht getraut habe zu veröffentlichen schon gut was zusammen gekommen. Vielleicht mach ich mal so ne VIP-Nummer mit Passwortgeschützten Beiträgen. Nicht das EoB Krise (hahaha! was für ein Wortspiel) schiebt, wieder mit dem Winkelmaß rumrennt und nachmisst wie weit bei sitzenden Männern die Beine gespreizt sind um dann Sexismusvorwürfe oder so zu verteilen.

  11. 11 girlsetsfire 21. November 2007 um 23:23 Uhr

    Nicht das EoB Krise (hahaha! was für ein Wortspiel) schiebt, wieder mit dem Winkelmaß rumrennt und nachmisst wie weit bei sitzenden Männern die Beine gespreizt sind um dann Sexismusvorwürfe oder so zu verteilen.

    ich find, du gehst zu weit. vielleicht gibts ja irgendeinen t-keller insider_innenjoke, den ich nicht kenne, aber ich bin sicher, wenn eob sexismusvorwürfe verteilt, dann sind die begründeter als über die sitzposition. wenn mehr menschen in der linken so sensibel mit sexismus und mackertum umgingen wie eob, wäre die szene weit weniger chauvinistisch und ausschließend.

  12. 12 ainfos 22. November 2007 um 0:06 Uhr

    na ja, die nazis scheinen noch zu üben…

    wenn mensch den verlauf der lieder, 1 – 4, merkt mensch schon das diese sich zu bessern scheinen. jetzt haben se nen plattenlabel „ragnarök music“ aufgetrieben, und prompt war das letze video eindeutig besser. es bleibt nur zu hoffen das dieses „projekt“ nicht besser wird, nachahmer findet oder bei der unpolitischen jugend anklang findet…

    noch steckt es ja in den kinderschuhen, aber wehe wenn da was wächst…

  13. 13 A.M.P. 22. November 2007 um 2:50 Uhr

    @ GSF: In dem „Fall“ nicht, aber es gibt bestimmt viele „insider_innenjoke“s, die du und ich nicht verstehen können, sonst wären es keine Insider_innenjokes

  14. 14 Administrator 22. November 2007 um 9:18 Uhr

    @GSF
    Die Linke mit ihren äußerst engagierten Sozialkontrolleuren und Szenepolizisten neigt halt zu vielen Skurrilitäten, da kann man sich auch schon mal drüber amüsieren.

    Und by the way: Den Sexismus in der radikalen Linken bekommst du, da bin ich mir ganz Sicher, nicht über den Fahndungsstandpunkt weg. Da läufts dann halt meistens nur politisch korrekt Verpackt mit Unterstrich und großem I weiter.

  15. 15 Juli 22. November 2007 um 10:38 Uhr

    @Dorfi

    Na, aber die Frau Trummann hat das doch so schön erklärt, warum das wichtig ist, auch in der Gruppe, in der Antifa-Macker rumchecken oder Männer im Kreis sitzen und über den Wert diskutieren wichtig ist, vielleicht mal die eigene Position im Patriarchat zu reflektieren. Genaugenommen hat sie das zwei mal gesagt, mindestens. Und sehr ausführlich. Eigentlich hättest sogar du das begreifen können… Oder die veranstaltende Gruppe, die sowas vielleicht auch mal nötig hätte, wie sich kurz darauf dann gezeigt hat…

  16. 16 Administrator 22. November 2007 um 11:26 Uhr

    Na wenn die Frau Trumann das sagt ^:)^

    Vielleicht wäre trotzdem mehr damit geholfen (hat sie übrigens doch auch so schön erklärt) mal zu reflektieren warum so viel notwendig falsches Bewustsein am Start ist um in den bestehenden Verhältnissen zurechtzukommen um dann mal ans Eingemachte zu gehen (sprich so viele Leute von dem Projekt Kommunismus zu überzeugen, damit irgendwann mal die Machtfrage gestellt werden kann) um das Patriachat mal wirklich zu überwinden. Aber so Leuten wie dir scheint ja mehr daran zu liegen mit eurem Fahndungsstandpunkt eure heilige Szene von nicht-konformen Sitzpositionen oder Sprachverhalten zu säubern.

  17. 17 Juli 23. November 2007 um 11:17 Uhr

    Vielleicht geht es „so Leuten wie mir“ ja auch einfach um die Erkenntnis, das wir um das Patriarchat „mal wirklich zu überwinden“ auch uns selber überwinden müssen, weil die gesellschaftliche Gesamtscheiße nun mal auch durch uns durchgeht. Oder meinste, du stehst (bzw. sitzt) da außen vor? *kopfschüttel*

  18. 18 Administrator 23. November 2007 um 14:20 Uhr

    Ihr denkt euch Sachen aus, immer diese Allmachtsfantasien…
    Wenn ich über gesellschaftlich hervorgebrachte Gesamtscheisse die durch mich durch geht reden will geh ich zur Psychoanalyse und lass da nicht irgendwelche linken Küchentisch-Hobby-Psychologen und Politgruppengurus rumpfuschen.
    Mit deiner Titulierung „gesellschaftliche Gesamtscheiße“ machst du übrigens schon deutlich, dass es halt „gesamtgesellschaftlich“ gedacht werden muss und gibst dir selber ja quasi schon ne Abfuhr mit deinem Individuallösungsmodel „sich-selbst-überwinden“.

  19. 19 Juli 24. November 2007 um 13:31 Uhr

    und mit „durch die subjekte hindurchgehen“ mache ich deutlich, das ein gesamgesellschaftliches denken eben auch nicht ausreicht. dass das private zumeist auch politisch ist, war eine der wohl wesentlichsten errungenschaften der frauenbewegung. da helfen deine abwehrreflexe auch nich weiter…

  20. 20 redfag 24. November 2007 um 17:20 Uhr

    @Admin: Also dein Gesellschaftsverständnis wird jetzt aber ein bisschen krude. Gesellschaft existiert in deinem Modell nur als Gesellschaft da draußen, die unabhängig von irgendeiner Praxis existiert. Das aber schön „undialektisch“.
    Klar konstituiert sich im Kapitalismus das „automatische Subjekt“ als eines, dass scheinbar über die Köpfe der einzelnen hinweg vor sich hin prozessiert, und tritt den Einzelnen in der Tat als äußerliche Herrschaft gegenüber. Dennoch, und das ist ja das paradoxe am „automatischen Subjekt“ ebenso wie am heteronormativem Patriarchat, kann es nur vermittelt durch die Individuen und deren Praxis hindurch existieren.
    Diese Praxis ist zwar auf einer gewissen Ebene „unbewusst“ und auch zwanghaft, aber darin geht es eben auch nicht auf. Trumann hatte das ja selbst am Ende einschränkend gesagt, und damit hat sie auch recht: Auch wenn man nicht den „besseren Menschen“ (was für dich wohl heißt: den bereits vollständig befreiten Menschen) dadurch erschaffen kann, dass man sein subjektives Handeln reflektiert, so ist es aber genauso wenig so, dass die Moderne als ein von oben bis unten durchdeterminiertes System abläuft, auf das man überhaupt keinen Einfluss hat. Mal konkret: Nen Vergewaltiger ist durchaus nicht gezwungen zu vergewaltigen. Und auch in den nicht so krassen Fällen ist es ähnlich: Der mackrige Typ, der mit männlichem Redeverhalten das Plenum für sich vereinnahmt ist dazu auch in keiner Weise gezwungen. Das kann man auch einfach lassen. Auch die Plenumsstruktur, die von den daran beteiligten Einzelnen abstrahiert und nur abstrakte Gleichheit herrstellt, ohne die eben durch die gesellschaftlichen Verhältnisse produzierten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade, sich da tatsächlich einbringen zu können mit zu denken, ist keine Zwangsläufigkeit. Das kann man auch im falschen Ändern. Damit ist keine freie Gesellschaft gewonnen, aber damit lässt sich Herrschaft im hier und jetzt durchaus eindämmen.

  21. 21 mobster 28. Dezember 2007 um 19:17 Uhr

    mal was neueres. angeblich aus „Bielefeld“ aber schön zu sehen wo die neue deutsche welle a la flair hinführt…

    hxxp://www.kingbock.de/

  22. 22 difficultiseasy 28. Dezember 2007 um 20:27 Uhr

    hehe, über den wollt ich noch was schreiben. der lässt leute in bielefeld-senne bordsteine fressen. und tickt koka an der schule! uiuiui, n ganz harter.

  23. 23 Linchen 08. Januar 2008 um 11:13 Uhr

    Hi Leute, bin das erste mal hier. Ich bin auch für Nazis. Lebe mit einem auf. Wie geht es euch so dabei, wenn sich die Ausländer überall breit machen.:-w

  24. 24 difficultiseasy 08. Januar 2008 um 12:16 Uhr

    @linchen: **==<:-p**==

  25. 25 Administrator 08. Januar 2008 um 12:28 Uhr

    …och linchen… für meinen Geschmack machen sich die Ausländer viel zu wenig breit vor allem in Deutschland… und die Schwulen könnten sich auch bitte mal noch mehr ausbreiten ….und die Lesben auch! Ein wenig mehr entartete Kunst könnte dem deutschen Bierzelt übrigens auch gut stehen … ganz zu schweigen von arbeitsscheuen Hedonisten.

  26. 26 Anonymous 29. Januar 2008 um 18:32 Uhr

    peinlich einfach nur peinlich. und ich bin selbst national

  27. 27 zicki 06. April 2008 um 9:04 Uhr

    Nazis sind einfach die besten
    und die anderen sind l-)

  28. 28 SteppenWolf 27. August 2008 um 14:27 Uhr

    Den Tod geben, den Tod Nehmen !!!

  29. 29 ♥Tekknoatze 27. August 2008 um 15:33 Uhr

    Hihi dorfi du kriegst hier ja alle 2 Monate äußerst sympathischen Besuch:)>-

    ♥Tekknoatze

  30. 30 dorfdisco 29. August 2008 um 17:09 Uhr

    Auf Jeden! Ich muss mal demnächste die Google-Treffer zum Blog veröffentlichen, scheinen sich auf jeden Fall öfters seltsamen Leute hier herumzutreiben.

  31. 31 Mr. Spok 13. September 2008 um 15:50 Uhr

    Jungs, Jungs, Jungs…

    Schlechte Beats, miese Reime, grauenvoll billige Melodien.
    Mal unabhängig von dem Inhalt der Texte ist selbst das Gedudel echt mies.
    Zu dem Inhalt kann ich nur sagen: Beschissen – aber so richtig beschissen. Verfickte Faschisten, als nächstes denken die noch, sie könnten anfangen Nazi-Raggae zu machen und dabei live zu buffen wa.. Erbärmlich!

    Schrotet lieber weiter auf euren Gitarren herum und grölt von eurer traurigen Misere. Alter, dich fragt keiner, was du davon hältst, weil du ein Opfer selbstgefälliger Faschisten-Propaganda geworden bist und nicht peilst, dass dein Zug damit abgefahren ist.

  32. 32 Anonymous 08. September 2009 um 19:59 Uhr

    hahahaha ich kann echt nicht mehr

  33. 33 Jonni 13. September 2009 um 21:50 Uhr

    Irgendwie auffällig, dass es nicht einen einzigen Nazi gibt der melodisch oder textlich oder überhaupt irgendwie anspruchsvolle/gute oder wenigsten unterhaltsame Musik macht.

    Beruhigt mich manchmal irgendwie :D

  34. 34 Loverboy666 14. September 2009 um 0:08 Uhr

    @jonni: bis auf unterhaltsam gebe ich dir recht.

  35. 35 xxx 21. September 2009 um 9:52 Uhr

    ich finde dieses lied gut:d

  1. 1 Nazi HipHop, bzw. NS-HipHop. | brainm0sh Pingback am 11. Juni 2011 um 19:41 Uhr
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