Archiv für Dezember 2007

Die Dorfdisco schließt ihre Pforten


Nach 85 Beiträgen (der erste am 12.März 07), 610 Kommentaren, viel Freude (nicht nur von mir) über viel Empörung von vielen schlecht angezogenen Menschen (Danke, ihr habt mein Ego mit zehntausenden von Klicks gestreichelt), viel Empörung (ganz sicher nicht von mir) über viel Freude von gut angezogenen Menschen an diesem Blog, der ernsthaften Überlegung einen Anti-Dorfdisco-Blog ins Leben zu rufen (damit es mal richtige Gegners gibt) und dem kontinuierlichen Verbreiten von gefährlichem Halbwissen mach ich hier mal Feierabend da mir das Bloggen (ich habe bis jetzt nicht geschnallt ob es „der“, „die“ oder „das“ Blog heißt) schlichtweg zu langweilig geworden ist – also auch nix mit Nachfolgeprojekt oder so was.

Trotzdem will ich mich an dieser Stelle einmal bei allen, die ich beleidigt, gekränkt oder über deren Dasein ich mich in irgend einer Form amüsiert habe, entschuldigen: Es tut mir Leid – ihr Dorfdeppen!

Persepolis

Eher zufällig endeckte ich vor längerer Zeit beim Sitzen auf dem Klo einer befreundeten WG das Polit-Comic „Persepolis“ von Marjane Satrapi. Nur einmal reingeschaut war ich gleich so von ihm gefesselt, dass ich erst nach der Lektüre des ersten Bandes die Lokalität wieder verließ was mir zwar erboste Blicke diverser WG-Angehöriger einbrachte jedoch auch einen horizonterweiternden Einblick in die durch die Augen eines Kindes bzw. Jugendlichen geschilderten Ereignisse um islamische Revolution im Iran.

Heute habe ich es gerade noch geschafft mir die Verfilmung des Comics im Kino an zu schauen ehe sie morgen schon wieder im Dorf abgesetzt wird und bin begeistert über die gute Umsetzung der Vorlage.
Der olle Subwave hat schon recht wenn er über den Film schreibt:

der iran wird als die hölle beschrieben die er ist ohne gleich den “freien westen” zum paradies zu edeln. die realität wird so grotesk und widersprüchlich gezeigt wie sie ist. keine einfachen antworten. nur der unbedingte wille zum guten, spannenden und lustvollen leben wird propagiert.

Wer es verpasst den Film zu schauen ist selber schuld…

Happy Birthday Degenhardt!


Eigentlich wollte ich zu Degenhardts 76. Geburtstag, der gestern war, etwas schreiben. Da uns die Jungs und Mädels aus der großen Stadt am Wochenende doch ein bisschen doller rangenommen haben, bin ich dazu allerdings noch ein wenig zu tatterig und muss mir schon große Mühe geben mich halbwegs auf die Arbeit (pupatierende Jugendliche = sehr schlimm, vor allem wegen Stimmbruch) zu konzentrieren (dafür bin ich aber seit neuestem im Besitz von sehr viel Flaschenpfand, eines rosa Barbie-Wohnwagens, eines Spielzeuglastwagen im Maßstab 1:72, etlichen Joghurts, und verfüge nach einer längeren Expedition nun auch über umfangreiche Kenntnisse über die Räumlichkeiten oberhalb des 1b).