Archiv für November 2008

Nur mal so # 19

In nem Forum entdeck, für interessant befunden und deshalb in die Linkliste aufgenommen: The big picture auf boston.com – zu einem (Nachrichten-) Thema werden Fotos gesammelt und veröffentlicht. Die Redaktion beweist bei der Auswahl ein außerordentlich gutes Händchen für eine gewaltige Bildsprache. Meine Lieblingsserie ist die zum 10 jährigen Bestehen der ISS (logo, jetzt wo ich mein Thinkpad dahin mitnehmen dürfte).

pimp my crisis
Ansonsten sei die Veranstaltungsreihe von 180grad zur aktuellen Krise empfohlen (die einzigen die im Dorf gerade was halbwegs gescheites zu dem Thema hinbekommen). Da die Gruppe sehr schnell mit dem veröffentlichen von Mitschnitten der Veranstaltungen ist, muss man nicht mal persönlich erscheinen sondern kann bequem in Jogginghose, Feinrippunterhemd im Ohrensessel Platz nehmen, ein Bier aufmachen und sich über die Zwangsläufigkeit der Krise fortbilden.

Von der Veranstaltung „Alternativen in Göttingen – Jenseits der Verwertung“ am 26.Januar sei an dieser Stelle allerding deutlich abgeraten. Was aus dieser Ecke zu dem Bereich kommt erzeugt höchstens Ohrenbluten, Kopfschmerzen und einen schlechten Kleidungsgeschmack. Lieber den Text von der Göttinger Gruppe Redical zu sog. Freiräumen lesen der vor ein paar Monaten in der Phase2 veröffentlicht wurde.

Weiterbildung

Da soft_brain und ich leider die Veranstaltung über die raf am letzten Donnerstag verpasst haben, beschäftigen wir uns halt jetzt in meinem Zimmer mit ihr: featering Prosecco/ Sechserträger und gleich den Vodka.

Die Krise kann noch so heftig werden…

…das ist mir völlig egal. Ich habe nämlich ein neues Spielzeug mit dem ich mein Überleben in der Endzeit weitesgehend sichern kann – zumindest wenn Schnee liegt. Ich bin von nun an stolzer Besitzer der Grand Shelters Icebox. Dieses Tool wird es mir ermöglichen auch unter widrigsten Bedingungen eine wind- und sturmsichere Unterkunft zu bauen deren Innentemperatur nicht unter 0°C sinkt. Yeah!

Die in Kürze stattfindenden Tests werden selbstverständlich exclusiv in der Dorfdisco veröffentlicht.

Auch im falschen Leben gibt es richtige Schweine

Und deshalb finde ich so etwas gut.

Zum Thema Schikane gegen Arbeitslose sei an dieser Stelle ein etwas in die Jahre gekommener, aber durchaus lesenswerter Text empfohlen.

btw: …Urlaubstage aufgebraucht? Hier mal reinschauen!

„Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst“

Lars Wätzold terrorisiert nicht nur regelmäßig mit seiner Comedy-Company das Lumier und jeden halbwegs guten Geschmack, offensichtlich hat der spaßige Sozialpädagoge, der berüchtigt für seine Interaktion mit dem Publikum ist („Ruft mal alle euern Vornamen .. ok ich heiße Lars, jetzt sind wir ja praktisch per Du“), auch noch neue Wege eingeschlagen und dreht Kurzfime. „Die große Polizeireform“ heißt einer davon. Dafür hat Wätzold (beliebt über alle Generationen hinweg im Dorf, so ein richtiger Sohn der Stadt halt) Unterstützung von der Polizei Göttingen bekommen die sich, so mag es der Bürger, mal ordentlich selber „auf die Schippe nimmt“.
Beim betrachten des Films wusste ich übrigens nicht genau ob mir wegen der dort auftretenden Polizisten (die meisten kennt man aus anderen Zusammenhängen, eher weniger lustigen) oder dem unterirdischen Impro-Kleinkunsthumor ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

Übrigens: Wie man Göttinger Polizisten durchaus vernünftig einbinden kann, vor allem wenn sie mal wieder jemanden Abschieben wollen, zeigt dieses Video gleich zu Beginn:

Nur mal so # 18

Bei diesem Emozeug macht aber auch alles mit:

Heute ausnahmsweise mal was nicht soooo anspruchsvolles

Komisch, irgendwie habe ich in letzter Zeit den Eindruck, dass Wochenenden nicht mehr aus zwei sondern lediglich aus einem sehr langen Tag bestehen .
Vermutlich hängt es auch dann damit zusammen, dass ich, ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, das Wochenende nicht mit französischen Problemfilmen die in Fahrstühlen spielen (natürlich immer mit Orginalton und spanische Untertitel) ausklingen lasse. Stattdessen amüssiere ich mich mit Hilfe des Internets über diesen leicht infantilen Humor.

Hier gibt es mehr von dem Kerl.

Tschüss Reallife!

Vermutlich wird in den kommenden Tagen die Anwesenheit meiner Person, sowohl im Freundeskreis als auch in den Zimmern der Mitbewohner (vorallem die mit Internet) deutlich Rückläufig sein. Denn ich bin zum ersten Mal in meinem Leben Besitzer eines eigenen Computers, um genauer zu sein eines gebrauchten Thinkpads!
Welche Leistung das hat habe ich schon kurz nach dem Kauf vergessen. Damit kenn ich mich eh nicht aus und um ehrlich zu sein interessiert es mich auch nicht. Bei der Entscheidung ob Mac oder Thinkpad, gab es aber zwei Argumente die deutlich für die Coolheit und damit den Kauf des Thinkpads gesprochen haben:

„[…] ist ein ThinkPad zu Austellungszwecken in die Sammlung des New Yorker Museum der modernen Künste (Museum of Modern Art) aufgenommen worden.“

„ThinkPads sind die einzigen Notebooks, die für Langzeitflüge der ISS (International Space Station) zertifiziert sind. „

Einen Wehmutstropfen habe ich allerdings schon entdeckt: Von den beiden Toiletten in unserer Wohnung gibt es lediglich auf der ungemütlicheren eine halbwegs aktzeptable Wireless-Verbindung.

Nur mal so # 17

Nachdem am Wochenende zum wiederholten male „die edge gedroppt“wurde, müssen im Nachhinein ein paar selbstkritische Punkte eingeräumt werden: Unter anderem ist es offensichtlich nicht so schlau um 10h Morgens einen sehr betrunkenen Freund auf der Arbeit anrufen zu lassen um sich für den in wenigen Stunden beginnenden Arbeitstag entschuldigen zu lassen. Selbstkritisch würde ich mich ja gerne auch zu meinem Besuch auf dem Fire&Flames Festival äußern wenn ich a) wüsste wie wir dahin gekommen sind und b) wenn ich wüsste was wir da überhaupt wollten. Angeblich konnte sich die dortige Belegschaft aber verkneifen einen anzupacken, was ja immerhin schon einen Fortschritt bedeutet.

Die Googletreffer des Tages:

schwänze unter 15

ali göttingen würg*

ali durchs dorf jagen

integrierter Hurensohn für Deutschland

Viel Geschrei und eine bittere Erkenntnis

Da hat sich gestern wirklich niemand mit Ruhm bekleckert. Wie zu erwarten war der Erkenntnisgewinn auf der Veranstaltung des a:ka`s eher gering, und hat trotzdem einen tiefen Einblick in die radikale Linke vermittelt.
Um überhaupt an der Veranstaltung teilnehmen zu können mussten zwei Kontrollpunkte überwunden werden. Ersterer war eine Sozialekontrolle, eingerichtet von empörten Definitionsmachtgutfindern der Zweite war eine Gesichtskontrolle, eingerichtet von der veranstaltenden Gruppe. Dazwischen gab es viel Geschrei, haufenweise Zaungäste und zwei Pro-Definitionsmachtflugblätter die unter aller Sau waren (btw: wenn jemand was zum Thema Täterarbeit hat der über den dort verzapften Blödsinn hinausgeht, bitte melden)
Wenn man es also überhaupt bis in die Veranstaltung geschafft hatte gabs erst mal ein wenig Freud auf die Ohren. Quadfasel erzählte danach dass das Definitionsrecht nichts wirklich greifbares wolle, was ja kompletter Quatsch ist da ja immer mit dem Schutz argumentiert wird der sehr wohl greifbar ist. An konkreten Beispielen wurde dann probiert aufzuzeigen wie das Definitionsrecht den Umgang mit sexueller Gewalt verunmöglicht die von einer Betroffenen nicht als Vergewaltigung definiert wird.
Ich bin dann aber irgendwann abgehauen so dass ich keinen vollständigen Bericht über die Veranstaltung liefern kann. Hier gibts mehr darüber.

Sehr ärgerlich ist, dass dieses wirklich beschissene Plakat seit ein paar Tagen überall im Dorf plakatiert wird. – ein Paradebeispiel wie die Nichtkategorisierung von sexueller Gewalt in eine Verharmlosung und Verschleierung umschlägt.
Die Layouter haben es vermieden anzuführen wie das, in vielen Formen dargestellte „nein!“, durchbrochen wird um es als Vergewaltigung zu definieren. Dadurch stellen sie einen ungewollten Kuss, eine ungewollte Umarmung oder ein ungewollter Blick auf eine Stufe z.B. mit einer nicht gewollten Penetration. Voll die Superantisexisten!

Was für mich nach dem ganzen Theater um die Veranstaltung bleibt ist die bittere Einsicht: Opfer von sexueller Gewalt tun gut daran auf Unterstützung von proffesionell ausgebildeten Leuten zurückzugreifen anstatt sich an eine mit dem Thema völlig überfoderte Linke zu wenden – schon alleine um nicht zum Anschauungsobjekt freudianischer Küchentischpsychologen oder zum Spielball selbsternannter Expertengruppen der feministischen Szene zu werden.

Hm, doch zu viel im Internet gepöbelt?

kleiner Bericht von der Kundgebung gegen die ALI-Veranstaltung

Darf ich vorstellen: Ich der Mediator.
Die vormals an dieser Stelle beschriebenen Unstimmigkeiten werden nun an anderer Stelle endgeilfett konstruktiv geklärt! Yeah!

Von der Kundgebung gegen die ALI-Veranstaltung gibt es nicht wirklich viel zu erzählen:
Als gewissenhafter Politaktivist befolgte ich die Parole „kein Alk auf Aktionen“ kaufte mir zwei Bier und hielt mich von der Kundgebung fern. Naja… eigentlich stand ich mit ein paar Freunden direkt gegenüber, man weiß ja nie ob der ein oder andere ALI einen nicht doch dazu zwingt so ne Israelfahne (die waren natürlich vorhanden) zu verteidigen, auch wenn man selber nichts von der Fahne hält.
Ansonsten war alles ein wenig skuril: ca 40 – 50 Leute Draußen, ein paar auf der Kundgebung die meisten jedoch eher außen herum als Schau- und Schutzlustige. Ca. 15 Leute inkl. ALI auf der Veranstaltung (nicht schlecht dafür, dass 21 Gruppen und Einzelpersonen als Unterstützer aufgeführt waren). Polizei auch da. Deren Einsatzleiter hatte sich nach einem Gespräch mit dem Anmelder der Gegenkundgebung ein eigenes Bild gemacht und meinte zu seinem Kollegen: „Die haben auch was gegen Antisemiten und Linke. Die sind so wie wir“. Yeah! Endlich mal Gewinnerseite! Die ALI hatte sich ebenfall ihr eigenes Bild von der Situation gemacht und kam ganz im Gegensatz zur sonstigen Gewohnheit zu dem Ergebnis dass Totschweigen nichts bringt. Und so wurde zu Beginn der Veranstaltung auf die deutlich besser besuchte Kundgebung verwiesen und den Zuhörern mitgeteilt dass dies nichts politisches sei sondern viel mehr das Ergebnis eines persönlichen Konfliktes. Na dann ist ja alles halb so schlimm!

Bei den Hallas gibt es einen weiteren Bericht
(aus einem eher sportlichen Blickwinkel).