Viel Geschrei und eine bittere Erkenntnis

Da hat sich gestern wirklich niemand mit Ruhm bekleckert. Wie zu erwarten war der Erkenntnisgewinn auf der Veranstaltung des a:ka`s eher gering, und hat trotzdem einen tiefen Einblick in die radikale Linke vermittelt.
Um überhaupt an der Veranstaltung teilnehmen zu können mussten zwei Kontrollpunkte überwunden werden. Ersterer war eine Sozialekontrolle, eingerichtet von empörten Definitionsmachtgutfindern der Zweite war eine Gesichtskontrolle, eingerichtet von der veranstaltenden Gruppe. Dazwischen gab es viel Geschrei, haufenweise Zaungäste und zwei Pro-Definitionsmachtflugblätter die unter aller Sau waren (btw: wenn jemand was zum Thema Täterarbeit hat der über den dort verzapften Blödsinn hinausgeht, bitte melden)
Wenn man es also überhaupt bis in die Veranstaltung geschafft hatte gabs erst mal ein wenig Freud auf die Ohren. Quadfasel erzählte danach dass das Definitionsrecht nichts wirklich greifbares wolle, was ja kompletter Quatsch ist da ja immer mit dem Schutz argumentiert wird der sehr wohl greifbar ist. An konkreten Beispielen wurde dann probiert aufzuzeigen wie das Definitionsrecht den Umgang mit sexueller Gewalt verunmöglicht die von einer Betroffenen nicht als Vergewaltigung definiert wird.
Ich bin dann aber irgendwann abgehauen so dass ich keinen vollständigen Bericht über die Veranstaltung liefern kann. Hier gibts mehr darüber.

Sehr ärgerlich ist, dass dieses wirklich beschissene Plakat seit ein paar Tagen überall im Dorf plakatiert wird. – ein Paradebeispiel wie die Nichtkategorisierung von sexueller Gewalt in eine Verharmlosung und Verschleierung umschlägt.
Die Layouter haben es vermieden anzuführen wie das, in vielen Formen dargestellte „nein!“, durchbrochen wird um es als Vergewaltigung zu definieren. Dadurch stellen sie einen ungewollten Kuss, eine ungewollte Umarmung oder ein ungewollter Blick auf eine Stufe z.B. mit einer nicht gewollten Penetration. Voll die Superantisexisten!

Was für mich nach dem ganzen Theater um die Veranstaltung bleibt ist die bittere Einsicht: Opfer von sexueller Gewalt tun gut daran auf Unterstützung von proffesionell ausgebildeten Leuten zurückzugreifen anstatt sich an eine mit dem Thema völlig überfoderte Linke zu wenden – schon alleine um nicht zum Anschauungsobjekt freudianischer Küchentischpsychologen oder zum Spielball selbsternannter Expertengruppen der feministischen Szene zu werden.


4 Antworten auf “Viel Geschrei und eine bittere Erkenntnis”


  1. 1 Genervt wäre harmlos 06. November 2008 um 11:44 Uhr

    TSCHÜSSIKOWSKY, ARSCHLOCH!

  2. 2 dorfdisco 06. November 2008 um 12:04 Uhr

    Tschüss!

  3. 3 besserscheitern 08. November 2008 um 15:12 Uhr

    „Opfer von sexueller Gewalt tun gut daran auf Unterstützung von proffesionell ausgebildeten Leuten zurückzugreifen anstatt sich an eine mit dem Thema völlig überfoderte Linke zu wenden – schon alleine um nicht zum Anschauungsobjekt freudianischer Küchentischpsychologen oder zum Spielball selbsternannter Expertengruppen der feministischen Szene zu werden.“

    So ungefähr denke ich auch. Das meinte ich auch neulich in dem Kommentar mit Szene Politik auf Kosten der Opfer machen.

  1. 1 Ist Obama der neue Hitler? « Mutti wohnt in Münster Pingback am 24. November 2008 um 20:58 Uhr
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