Archiv für Februar 2009

Back in the Days und ein Liveset

Gerade habe ich ein altes Posting des etwas autoritäreren Characters der Dorflinken ausgegraben, in dem ein noch viel älterer Text ausgegraben wird. Unter anderem steht dort mit Bezug auf die Antifa M:

während sich die Männer im Fußballstadion für den Antifa-Kampf stählen und dabei Scooter imitieren lernen.

Das die Antifa in weiten Teilen ein ordentlicher Mackerhaufen (Macker = kastrierter Esel) ist stimmt ja.
Aber solch eine Verharmlosung des Antifa Musikgeschmacks wie in diesem Text, insbesondere der der 90er, lehne ich entschieden ab. Ich musste mir jahrelang, Bands wie Dödelhaie, NoRMAhl oder ähnlichen Mist anhören. Ich hätte mich ja wirklich gefreut wenn da mal was anderes erlaubt gewesen wäre, außer das bisschen Anarchist Academy.

Und weil einem ja so Leute wie EoB in den Ohren liegen, dass man andauernd die schlimmen Sachen auf der Welt durch sein Verhalten (vorallem in der Sprache) im Kleinen reproduziert und verfestigt, bin ich jetzt mal konsequent und hu! Irritiere mal voll revolutionäre und emanzipativ den ganz schlimmen Antifamusikgeschmack der 90er. Hier sind die, meiner Meinung nach, drei besten Scootersongs.

Platz 1:
faster harder scooter

Platz 2:
how much is the fish

Platz3:
hyper, hyper

Etwas geschmackvollere Musik legt übrigens Esther Duijin auf. Und weil die das so gut kann lohnt es sich auch die Livesets von der anzuhören.

Hier zum Beispiel was entspanntes vom Dezember letzten Jahres.

Dorfdisco reflektiert

Na toll, kein einziges mal taucht „Bullenauto kaputt“, „ausschlafen“ oder „Wodka“ auf, dafür so Sachen wie „ordentlich“, „Arbeitsbeginn“ und „Israel“.

(das Elend wurde übrigens von lampe vorgeführt)

Für Loverboy 666


Wirklich endgeilfett sexy!

(Göttinger Linksradikale spacken auf einer Afterhour ab und verüben gezielten Kollateralschaden im Zimmer eines israelischen Genossen)

Ölschinkentage in der Dorfdisco

biber, stalker, wendy , lampe, ärgernis, aftershow, tekknoatze, und schildkröte haben vorgelegt. Und ich habe nichts besseres zu tun als zwischen Putzen für den Elternbesuch und Arbeitsbeginn noch mal schnell meinen neuen Hang zu Ölbildern auszuleben.

Und mit diesem Bild von Schüler-VZ hat der ganze Qutasch begonnen:

Die Clown Army macht jetzt auf KUK

Man, haben die mich in Dresden wieder genervt! – Ich will lieber gar nicht wissen was da regelmäßig am Rand von Demos versucht wird auszuleben. Die folgenden Bilder sollen bestimmt so was wie die Sehnsüchte des_‘ der* Armyclowns_*`in_nen* oder ähnliches darstellen.

Da lob ich mir doch so nen ordentlich Ölschinken von KUK , der kommt wenigstens nicht so bunt/kreativ versöhnungsmäßig daher.

Weil gerade Fasching ist:

Paranormal Deutschland ev

Meine Güte, war das eine bekloppte Welt in die wir uns da Sonntag Mittags hinein begeben haben: Paranomal Deutschland ev, irgendwelche Institute für Erwachsenenbildung und Bewusstseins-Erweiterung oder Heilern (bekannt aus Funk und Fernsehen!!!) habe sich in dem biederen, holzvertäfelten Ambiente der Weender Mehrzweckhalle einquartiert und eine Messe veranstaltet.
Erste Kontaktaufnahme mit dem zu erforschenden Objekten gestaltete sich schwieriger als gedacht. Das könnte evtl. an unserer nicht mehr ganz so taufrischen Außenwirkung die hauptsächlich durch das um ca. 16 Stunden vor verlagerte Sektfrühstück und einen Besuch der wake up Party geprägt war – (Wo es übrigens zu unschönen Szenen kam als der DJ sich in den späten Morgenstunden weigerte sein Set zu beenden und ein entnervter Clubbetreiber daraufhin in seiner Hilflosigkeit, Mittelfinger in der Luft haltend und unter „das Arschloch!“-Rufen ausflippte).Unser also nicht ganz der Veranstaltung angemessenes Auftreten führte dazu dass die Standbetreiber lieber schnell zusahen, dass sie uns los wurden statt uns die erhoffte Beratung über Chakren und ähnliches zu geben. Wohl auch deshalb weil wir keine Anstalten machen 18Euro fürs Händelesen oder Aurenfotografie zu zahlen (vielleicht war es auch nicht ganz so klug mit dem Bier in der Hand auf die Anwesenden zu zeigen dabei „ihr habt alle gefickt!“ zu krakehlen). Glücklicherweise stellten wir fest, dass es zwischen Chaitee und mit Steinen versehenen Wasser auch Bier (2,50 der gezapfte halbe Liter, yeahhh!) zu kaufen gab. Das führte zwar nicht unbedingt zu einem besseren Auftreten lies aber die gesamte Veranstaltung gleich wieder in einem besseren Licht erblicken. Vor allem weil uns dann die Idee kam wie man mit den Wahnsinnigen doch noch ins Gespräch kommen konnte ohne was bezahlen zu müssen, manchmal hilft ja so ein wenig Ehrlichkeit weiter: Hier ein sehr kleiner Auszug der geführten Konversation mit Leuten die sich dazu berufen fühlen die Natürlichkeit der Welt zu wahren und uns von Abartigen zu befreien:

Bei einem Stand für Traumreisen und Trance
„Oh cool, Begleitung in Trancezuständen, geil! Ich bin Drogensüchtig damit kenne ich mich aus.“
„Um Himmels willen! Mit Drogen sollten se das nicht machen. Das bringt sie beim Wandeln auf der Zeitachse völlig durcheinander. Das machen se am besten durch Atmung.“
„Och, auch nicht so ein ganz klein bisschen?“
„Nein! Auuuusßeeeer die heeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiligen Pilze“

An einem Stand für Lampen mit ausgeglichenem Energiefeld:
„Entschuldigung haben sie auch was gegen meine homosexuellen Neigungen?“
„Oh, Homosexualität habe ich noch nicht behandelt, aber meine Lampen machen auch schön braune Haut“

Nachdem man durch eine ähnliche Gesprächseröffnung sich gerade wieder eine kostenlose Lebensberatung ermöglicht hatte hörte der Typ hinter Stand gar nicht mehr auf einen bekehren zu wollen. Deshalb unterbrach man ihn:
„Haben sie eigentlich schon mal Hegel gelesen?“
„In der Schule mal, habe ich aber alles vergessen. Ich konnte meinen Verstand zum Glück schon vor Jahren überwinden“


Schnäppchen!

Ordentlich in Fahrt gekommen bin ich dann aber einer die Stimmung etwas dämpfenden Person fast in die Arme getorkelt: Der Geschäftsführerin von dem Laden für den ich arbeite . Von dieser Begegnung emotional etwas aus der Spur geworfen half nur noch die Flucht.

Der geordnete Rückzug erwies sich allerdings ein wenig komplizierter als angenommen da die eine Begleiterin erst gar nicht und dann schlafend gefunden gefunden wurde. Kopf auf der Theke des Tee- und Kaffeeausschanks und in der rechten Hand fest umklammert ein halb volles Glas Bier, in Mitten von zu sich selbst gefundenen und geistig gereinigten Chakragläubigen – Aufwecken erst durch einfach angewandte körperliche Gewalt möglich. War ich froh als ich endlich in das PUK-Minicar stieg und ein alter Bekannter aus Fahrradkurierzeiten, der seit Jahrzehnten sein Leben nicht geregelt bekommt, uns von diesem Wahnsinn weg fuhr, endlich wieder ein sympathischer Mensch!

Handtelefon weg

Seit ca. eineinhalb Wochen ist mein Handy weg. Ich habe bisher noch kein großes Engagement an den Tag gelegt rauszufinden wo es sein könnte. Dafür fühle ich mich als ob 1995 wäre und mache so verrückte Sachen wie mich zwei Tage im Voraus verabreden. Ich glaube ich werde auch in den kommenden Tagen sehr verhalten nach meinem Handy ausschauhalten. Jetzt bin ich erst mal weg und nächste Woche gibts dann den Bericht von der Esoterikmesse (zumindest von dem was im Gedächnis geblieben ist).

DDP bewirbt kommunistische Hetze

Die Nachrichten Agentur DDP berichtet über die Verkündung des Grundgesetz vor 60 Jahren. Am Ende des Artikels ist eine URL aufgeführt. Unter dieser soll man angeblich zu einem Veranstaltungskalender für die geplanten Feierlichkeiten gelangen. Tut man aber nicht, sondern…. ach, schaut selber nach.


Ausgebuffte Blogger
sind dem Rätsel schon auf der Spur! Und zeigen sich erst verwundert, dann erfreut.

Göttinger Student_innen- der Anfang von gut ist gut gemeint.

Göttinger Student_innen haben sich letztens darüber beschwert, dass die Uni die zukünftigen Arbeitskräfte ein wenig effektiver veredeln will. Nicht, dass man etwas dagegen haben könnte, dass Leute ihr Ausgebeutet werden (oder die Vorbereitung darauf) angenehmer gestalten wollen. Dem aber mit dem Ruf nach Chancengleichheit zu begegnen ist dann doch ein wenig doof.
Gibt es denn keine funktionierende Unilinke mehr im Dorf, die solchen Leuten mal erklären könnte, dass die Gleichheit zu gunsten der Konkurrenz gerade das Problem ist. Und dass die Welt jetzt wirklich mal kein deut besser wäre, wenn halt ein paar Kinder mehr von armen Eltern in der Führungsetage kapitalistischer Betriebe herumsitzen würden? Na gut, ich erkläre es ihnen auch nicht. Andere können das eh viel besser. z.B. das Sozialreferat der FU-Berlin.


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Zu was anderem:
Zur Zeit dürfte es in vielen Göttinger Polit – WGs keinen Mangel an einseitig bedruckten Notitzzetteln im A5-Format geben. Es wäre übrigens sehr schön wenn die ALI das nächste mal gebleichtes Papier benutzen würde.

Die Bad Girl Feministin

Ich weiß ja nicht ob es evtl. an den Fragen zur Körperbehaarung lag, aber laut dem Selbsttest in diesem Buch bin ich eine richtige Bad Girl Feministin mit hardcorefeministischen Einschlag. Sauber! Damit dürfte ich jetzt wohl rehabilitiert sein.

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Mal kurz was anderes. Warum bekomme ich Referers von „Dreschers Schuh-Ratgeber (Unterzeile : So sexy sind Schuhe aus Schweinfurt) ?

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Voller Erfolg für die Dorfdisco erster Googletreffer bei Suchbegriff assi jacke

Carts of Darkness

Murray Siple portraitiert eine Gruppe Obdachloser in Vencouver die einem ungewöhnlichem Extremsport nachgehen: Sie veranstalten beim Pfandsammeln Downhillrennen mit ihren Einkaufswagen.

Zwar nervt der Film irgendwann mit der Romantisierung von Armut, das wird aber durch einen ganz guten Humor der Protagonisten an anderer Stelle wett gemacht.

Homepage zum Film

Seltsam

Du bist derzeit mit 9192 Hits auf Platz 4

Hä? Wie kommen denn solche Zahlen zustande? Platz vier bei den Blogsport Top Ten obwohl ich seit über 5 Tagen keine Feministen oder Antiimps beleidigt habe. Wahrscheinlich läuft Blogsport nach dem Serverumzug noch nicht ganz rund.

Howard Carpendale ist auch für eine bessere Welt

Und weil er das ist, findet er natürlich Obama total knorke. Das hat er dann auch gleich mal in einem musikalischen Supergau verarbeitet:

(Saugut wie die sich alle so vorstellen wie Politik funktioniert. Kenia z.B. hat jetzt sogar einen neuen Nationalfeiertag)

Ich ärgere mich übrigens so richtig dolle in Echt, dass McCain die Wahlen nicht gewonnen hat. Von den weltpolitischen Auswirkungen her dürfte es ja kaum nennenswerte Unterschiede geben. Aber McCain und vor allem Palin regelmäßig in den 20Uhr Nachrichten zu sehen wäre doch um einiges unterhaltsamer geworden.

Tschüss Crisco Connection!

Du warst immer wieder eine gute Quelle für den Ausbau meinens Musikgeschmacks. Außerdem habe ich mich durch dich hin und wieder sogar mit Kunst beschäftigt. Zwar weiß ich bis heute nicht was dieses Hooligan Video sollte, doch bin ich schon jetzt traurig darüber, dass ich mir in Zukunft die Links dieser skurrilen Internetwelt selbst zusammensuchen muss. Immerhin finden sich die Kolumnen noch in anderen Medien. Crisco Connection es war war schön mit dir!