Kein Blogsport ist auch keine Lösung!

Aus irgendwelchen Gründen ist mein Beitrag zum Headercontest tatsächlich im Rennen. Ihr habt jetzt die ultimative Gelegenheit meinen Mitbewohner durch einen neuen iPod glücklich zu machen und mein schlechtes Gewissen zu entlasten. Außerdem ist der Vorschlag auch was für Nostalgiefans weil das Ding ein ganz klein wenig an den alten Dorfdiscoheader angelehnt ist:

Hier Abstimmen für Entwurf #1 und gutes tun: Do the right thing!

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Themenwechsel:
Ich werde gemobbt! Nicht nur, dass diverse Antispeziesisten die Kommentarspalte der Dorfdisco zuspammen (was mir immerhin die fragwürdige Ehre verleiht heute auf Platz 9 der Blogsportcharts gelandet zu sein) und Tee inzwischen seine Empörung durch das Benutzen von fetter Schrift zum Ausdruck bringt. Unbekannte haben in meiner Abwesenheit auch noch das hier auf meinem Rechner hinterlassen: Mobbingopfer

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Nochmal Themenwechsel.
Anti-Servicewüste Dorfdisco: Die ALI-Kids (also „Kids“ nicht vom Alter sondern vom Kopf) und auch alle Anderen die so gerne betonen mir mal auf die Schnauze hauen zu wollen können das jetzt ohne mich anfassen zu müssen. …und zwar hier: Dorfdisco verprügeln! (und ausgerechnet Wendy ist meine Meisterin, pfff!)

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Und noch mal was anderes:
Göttingen wird am Hagenberg verteidigt!

Deshalb morgen schön Antifagepose in Friedland machen! Zug um 9.14h ab Göttingen! Stadtradio hat nen Twitter dazu.


43 Antworten auf “Kein Blogsport ist auch keine Lösung!”


  1. 1 lampe 08. Mai 2009 um 14:46 Uhr

    schade, mein vorschlag ist ausm rennen :(( naja ich hab meine stimme auf dem richtigen platz abgegeben…

  2. 2 ♥Tekknoatze 08. Mai 2009 um 14:53 Uhr

    Hmm der Button wurde mir auch schon verliehen. Vielleicht ist das so ne Art Mordankündigung der Antispe-Mafia?

  3. 3 Keta Minelli 08. Mai 2009 um 15:32 Uhr

    Okay, abgestimmt. Hab ich jetzt ein Schnitzel gewonnen?

  4. 4 Wendy 08. Mai 2009 um 15:52 Uhr

    und ausgerechnet Wendy ist meine Meisterin, pfff! -Kopfkino-, äh, jetzt bin ich wieder da, tschuldigung. Klingt versaut. :d

    P.S.: Alle für den Che-Guevara-Entwurf voten, dass ärgert die Antideutschen! :d

    P.P.S.: Friedland? Dumm, dümmer – An-ti-fa!

  5. 5 l 08. Mai 2009 um 16:04 Uhr

    >Vielleicht ist das so ne Art Mordankündigung der Antispe-Mafia?

    gut möglich. nen toten fisch können sie wohl nicht hinterlassen, von wegen mord und so.

  6. 6 gurke 08. Mai 2009 um 16:15 Uhr

    nur wer gurke wählt ist echt antifaschistisch :-b

  7. 7 ♥Tekknoatze 08. Mai 2009 um 16:44 Uhr

    Dumm, dümmer – An-ti-fa!

  8. 8 tee 09. Mai 2009 um 0:49 Uhr

    Nicht nur, dass diverse Antispeziesisten die Kommentarspalte der Dorfdisco zuspammen

    da haben antispes kommentiert? ist mir gar nicht aufgefallen. und du wolltest mit deinem dummfug doch nur kommentare provozieren, oder?!

    und Tee inzwischen seine Empörung durch das Benutzen von fetter Schrift zum Ausdruck bringt.

    na hätte ich gewusst dass du allergisch auf fette schrift bist und das als ausrede für nicht vorhandene argumente nimmst, hätte ich’s gelassen. und wenn es nur zuviel ist, korrigier’s halt für mich. oder einfach ein kleiner tipp: mal das plugin „edit comments“ aktivieren ;)

  9. 9 daumendrückenderzuhausebleiber 09. Mai 2009 um 15:12 Uhr

    Hauptsache, der tag in hagenberg wird nicht wie die andere demo in kölle gestern ( http://www.ksta.de/portal/videos/index.php?bcpid=14193513001&bclid=21368536001&bctid=22588661001 ). Das war ja mal ganz schlimm:

    1. Mehr USA- Israel- und AntiSpe- (!) als rote Fahnen.
    2. Ein wandernder Polizeikessel, bei dem die Bullen einfach mal (rechtlich natürlich nicht haltbaren) Vermummungsverbot für Sonnenbrillen erfinden und
    3. sowieso gleich mehr Cops als Demoteilnehmer am Start sind.

    Von der „bunten“ Demo heute in Köln – inkl. IslamistenVogel und CDU – mal gar nicht zu reden. Aber im Dorf ist ja gottseidank (…) alles besser! ;)

  10. 10 daumendrückenderzuhausebleiber 09. Mai 2009 um 15:29 Uhr

    hui! beide fahrstreifen!:d

    Die Demonstration der antifaschistischen Gruppe „Redical M“ in Friedland hat vom Bahnhof aus über die Witzenhäuser Straße die Heimkehrerstraße erreicht.

    Polizeisprecherin Jasmin Kaatz nannte dem StadtRadio die Zahl von rund 200 Teilnehmern. Diese hätten sich wie erwartet gegen 10.30 Uhr in Bewegung gesetzt, zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen. Auf der Witzenhäuser Straße hatten die Auflagen ursprünglich vorgesehen, dass der Demonstrationszug nur einen Fahrstreifen belegen sollte. Nach Informationen des StadtRadios nutzten die Demonstranten aber die ganze Breite der Straße. Auch die Lage am Göttinger Bahnhof ist weiterhin entspannt. Der Pressesprecher der Bundespolizei, Uwe Borchers, sagte dem StadtRadio, die Demonstranten seien auf drei Züge verteilt nach Friedland gefahren. In Göttingen sei zurzeit alles ruhig.

    http://www.stadtradio-goettingen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=8421&Itemid=32

  11. 11 jeff 09. Mai 2009 um 16:04 Uhr
  12. 12 dorfdisco 10. Mai 2009 um 8:49 Uhr

    Wendy: Ich denke, dass mal wirklich so gar nichts dagegen einzuwenden ist wenn Nazis terrorisiert werden um sie klein zu halten, egal in welcher Form. Weniger Nazis bedeutet halt sehr viel weniger Stress für Linke.
    Zwar ist der Staat in weiten Teilen die deutlich effektivere Antifa, der kann aber auch nicht einen ständig vor irgendwelcher Körperverletzung schützen… und so manchmal haben seine ausführenden Organe auch gar keine Lust dazu (aber da erzähle ich dir wahrscheinlich auch gar nichts neues).

    Tee, das Plugin habe ich schon seit Ewigkeiten aktiviert. Ist aber Schrott und funktioniert nur in seltenen Fällen.

  13. 13 ex-anti-anti-anti-wasauchimmer-spe 10. Mai 2009 um 17:34 Uhr

    jetzt tu doch nicht so heroisch! :-" du weist doch ganz genau woher dieser wirklich schöne button kommt. und wenn du ihn nicht nächste woche vor schlüter bei der kundgbung zeigst dann wird das auch nix mit bedrohungsszenarien und du musst mal wieder hier beef suchen.
    btw ich trainier und in paar tagen hab ich dich überholt und hau dich weg! denn: jessicathebest!

  14. 14 abdafüa 10. Mai 2009 um 20:32 Uhr

    bist gut dabei beim contest :d

  15. 15 Wendy 10. Mai 2009 um 20:32 Uhr

    dorfdisco: Die anderen Nationalisten, die viel weiter verbreitet sind und – by the way, viel effektiver und härter gegen Linksradikale vorgehen als Nazis – werden von euch Antifas nicht mit Demos etc. behelligt. Sind halt auch nicht das Urböse, sondern „nur“ demokratische Nationalisten.

  16. 16 nichtdemokratenbehelliger_in 10. Mai 2009 um 22:00 Uhr

    @wendy die behellige ich den ganzen tag mit den kleinen gemeinheiten die antifas mit geringer kreativität und großen ego sich so ausdenken.
    btw kann man ja auch nicht jeden verprügeln (wollen) irgendwen muss man ja auch überzeugen (versuchen) :d

  17. 17 Der Uhu 10. Mai 2009 um 23:09 Uhr

    GRRRR, Du hast ja einen Bären!

  18. 18 babybär 11. Mai 2009 um 1:12 Uhr

    hä? wo sind denn hier bären?

    nicht vergessen: wählen gehen! dorfdisco ist das kleinere übel!

  19. 19 demonstrant 11. Mai 2009 um 15:22 Uhr

    warum wird die npd nicht einfach verboten? :d

  20. 20 dorfdisco 11. Mai 2009 um 17:12 Uhr

    Wendy, das ist doch Quatsch was du da schreibst. Der Unterschied ob ein Bulle deine Personalien beim Flugblattverteilen feststellt oder ein Fascho dich erwischt ist zumindest für die Gesundheit nicht unerheblich. Und was von „uns Antifas“ (Antifa, hä????) so alles behelligt wird kann ich dir gerne mal erklären wärend ich dich unter den Tisch saufe. Aber so eine Kommentarspalte ist wahrlich ein ungeeigneter Ort dafür.

    @ Der Uhu. Na klar, sonst würde ich mich hier doch nicht zum Kampf anbieten!

  21. 21 Wendy 12. Mai 2009 um 21:43 Uhr

    dorfdisco, du vergleichst doch nicht tatsächlich, die allumfassende Regelung wirklich jeder deiner Lebensäußerungen durch den Rechtsstaat, seine Gesetze, Verbote und immer und überall drohenden Bestrafungen (dass man nicht so oft auf den Deckel bekommt, liegt ja nur daran, dass man weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man sanktionslos aus bestimmten Sachen herauskommt, relativ gering ist und man es daher garnicht erst versucht), dass staatliche Gewaltmonopol und die von ihm ins Recht gesetzten Institutionen vom Niveau/der Qualität her mit ein paar dahergelaufenen Nazi-Vollspacken, die bisweilen versuchen, einem was auf die Nase zu geben?

    Aber für dich _als Antifa_ ist das natürlich nur logisch. Wie könnte man sonst gleichzeitig antikapitalistische Reden schwingen, von wegen „Gegen Staat, Nation und Kapital!“ und sowieso und dann eine verschwindende – zugegeben rowdyhafte – Minderheit der vielen Nationalisten als gleichbedeutend aufs Podest heben?

    „wärend (!!) ich dich unter den Tisch saufe“ – also ersten bist du anscheinend jetzt schon blau – das würde auch den Quark, den du schreibst, erklären – und zweitens ist es erstaunlch, dass _ihr_ bürgerlichen Individuen noch aus jeder Sache ein Konkurrenzding machen müsst!

  22. 22 dorfdisco 12. Mai 2009 um 23:32 Uhr

    Wendy, es wäre für die Diskussion wirklich von Vorteil wenn du meine Kommentare lesen würdest bevor du dagegen stänkerst. Wie anstrengend das ist Standpunkte, die man nicht vertritt, untergejubelt zu bekommen.

    Deshalb nur kurz da ich zu faul bin mich zu wiederholen: Warum haben die meisten Linken in Regionen mit offen auftretenden Nazibanden kaum Zeit sich die grauen DIN-A5 Heftchen durchzulesen und Veranstaltungen dazu zu organisieren?

    Und jetz komm mir nicht wieder mit dem Blödsinn ich würde Staat und Nazis aufs gleiche Podest heben.

  23. 23 Wendy 13. Mai 2009 um 3:29 Uhr

    Als ob einen Nazi-Gruppen und -Grüppchen daran hindern würden, sich zu bilden, Lesekreise zu machen etc.. Als wären die praktisch dazu in der Lage, als würde der Staat das zulassen.

    Bleiben wir mal bei dem konkreten Fall, Friedland: Da sind die Nazis so stark, dass selbst ein Anruf bei der Polizei, Ermittlungen des Staatsschutzes etc. nicht helfen? Für den unwahrscheinlichen Fall sollten die Friedländer Linken halt öfter Fahrkarten nach Göttingen lösen, diesem übermächtigen Gegner kommen sie nicht bei… Seltsamerweise wurde Göttingen noch verschont.

    Hier um die Ecke, Brandenburg, wurden jeweils fast alle existenten Nazi-Strukturen, vor allem die militanten, von den staatlichen Repressionsorganen zerschlagen. Strukturen, die die Repression nocht lohnen würden, gibt es allenfalls in der NPD und DVU.

  24. 24 dorfdisco 13. Mai 2009 um 8:51 Uhr

    Göttingen wird hauptsächlich deshalb verschont, weil Nazis Angst haben aufs Maul zu bekommen (na gut inzwischen sinkt die Hemmschwelle bei Faschos ins Dorf zu kommen).
    Deshalb ist es nie verkehrt in Göttingen oder Umgebung diese Angst zu unterfüttern.

    Ein Problem, das ist aber ein vollkommen anderes Thema, ist wenn Leute anfangen durch Antifa so etwas wie grundsätzliche Kritik basteln zu wollen. Da kommt dann meistens lediglich Demokratieverteidigung und so ein Blödsinn rum.

  25. 25 Wendy 13. Mai 2009 um 18:00 Uhr

    Ein Problem ist das dann schon, wenn Antifas ihren Anti-Nazi-Aktivismus mit dem ach so hohen organisatorischen Niveau und der angeblichen Bedrohung durch diese begründen und zu Strafexpeditionen aufs benachbarte Dorf fahren, für alle anderen Regungen des Nationalismus aber noch nicht mal ein müdes Lächeln, geschweige denn eine Demo oder gewalttätige Übergriffe bereit haben.

    Das eine ist halt Nationalismus, das andere NAZIonalismus (!). l-)

  26. 26 besserscheitern 14. Mai 2009 um 13:22 Uhr

    Alter, Wendy! Da hört man wieder den altklugen Berliner, der sich mit Nazis eben nicht rumschlagen muss. Wieviele Provinzlinke kennst du denn, dass du weißt wie die ticken und wie drückend die den unmittelbar gegen sie gerichteten Terror empfinden? :-? -Schön für Brandenburg wenn’s da nicht so is. Aber lies dir doch mal an, womit es Kids in Boizenburg bspw. zu tun haben! Da wacht jemand aus der Bewusstlosigkeit auf, weil Nazis ihn umgeschlagen haben, der ruft die Bullen und am Ende steht das Opfer mit ner Anzeige wegen Körperverletzung da, weil er sich mit Pfeffer gegen die Nazis gewährt hatte.

    Oder Leute rufen die Bullen weil sie von Nazis weit draußen zusammengeschlagen wurden. Die nehmen den fall auf und fahren weg die Nazis die hundert Meter weiter alles mitbekommen haben gehen wieder drauf, die Kids holen wieder die Polizei und die lässt sie wieder stehen. Und nun sag mir nochmal das unter solchen Bedingungen die richtigen Argumente eines gewissen Heftes aus München die raison d‘etre eines jeden echten Linken sein muss.

    Natürlich braucht man erstmal ein wenig Luft zum Atmen damit man sich den Luxus gönnen kann, nur noch linke Selbstkritik zu machen, das sag ich dir als geläuterter Krawall-Antideutscher der fast vier Jahre lang ausschließlich die Antifaarbeit seiner Genossinnen als nicht kritisch genug diffamiert hat (genau dein Habitus, seit du so voll auf GSP bist). Das heißt mir ist sehr wohl bewusst, dass meine eben vorgetragenen Begründungen auch gerne von denkfaulen Actionkids genutzt wird um ja nichts hinterfragen zu müssen. Ich finde deine Haltung aber einfach für ein bisschen unangemessen. (Das ich denselben Habitus drauf hatte, erklärt sicherlich ein Stück weit, warum ich da so allergisch reagiere. ;) )

  27. 27 Ex-Antifa-Aktivist 14. Mai 2009 um 14:07 Uhr

    Als nicht nur alkluger Berliner möchte ich einwerfen, daß den Provinzlinken in vielen Fällen an vielen Orten leider eh nicht zu helfen ist, wenn denen als einzige Ausflucht der letzten Art ausgerechnet der Polizeiruf einfällt. Das belegen die traurigen Geschichten von besserscheitern doch allemal.

    Und erst Recht nicht geholfen ist denen mit einem beiseite Wischen von jeglichem Nachdenken darüber, was das überhaupt für eine Scheiße ist, in der sie so ofensichtlich stecken. Und das wirklich allerblödeste/unehrlichste Argument in diesem Zusammenhang ist es, zu behaupten, da fände man „kaum Zeit“ fürs Nachdenken/Nachlesen/Diskutieren, weil man immer nur Rundum-Verteidigung an den Tag legen müßte. Selbst im Urlaub, weit weg von der Fascho-verseuchten Heimat, würde den meisten Antifas doch sowas nie und nimmer einfallen, bzw. einleuchten.

  28. 28 besserscheitern 14. Mai 2009 um 14:51 Uhr

    Der traurige Geschichten Erzähler hat aus dem Dasein in der Provinz die Konsequenz gezogen sich dort so schnell wie möglich zu verpissen und dorthin zu gehen wo er andere Linke ankacken kann weil sie nicht dieselben Bücher lesen wie er, also die Option gewählt genauso altklug daher zu reden wie du!

    Ich habe aber auch nicht das Gefühl der Ohnmacht vergessen. Ich kenn diese ominösen Nazis nicht nur aus den Aufrufen zu Demos.

    Und wenn man dort lebt, wo sich im besten Fall niemand dafür interessiert wie man mit dem Nazipack fertig wird, ist dieses ganze GSP Gequatsche von der Agitation der Bevölkerung und der Vorwurf des Demokratiidealismus ein blanker Hohn. Zuviel Demokratie ist das Problem des platten Landes in MV nämlich nun wirklich nicht! Ich möchte niemandem Absprechen den Gegenbeweis doch noch zu erbringen, mir leuchtet es nicht ein wie man einfach so mit den richtigen Argumenten eine Bevölkerung agitieren will deren verstocktes Bewusstsein im besten Fall Indifferenz im schlimmeren nur Hass auf alles Andere zulässt.

    Dort mit ein paar Krawallkids einzureiten, um den Nazis wenigstens einen kurzen Schrecken einzujagen, ist sicher kein Beitrag zum Kommunismus, vllt. noch nicht mal richtige Antifa-Politik aber eine sehr wohltuende Befriedigung.

    Natürlich hat man auch dort Zeit sich mit allem Möglichen zu beschäftigen, aber die Chancen daraus Folgen enstehen zu lassen sind noch mal deutlich geringer als im warmen Nest Berlin, wo man dann hinflieht, wenn man die Schnauze voll hat vom platten Land. Und was nützt die beste Theorie (die man sich auch in theoretisch auch in Ückermünde ausdenken kann), wenn sie nicht mit einer Praxis verknüpft ist?

  29. 29 Ex-Antifa-Aktivist 14. Mai 2009 um 15:18 Uhr

    Man, besserscheitern, ich weiß auch, wovon ich rede, wenn ich von Nazis rede: Mein direkter Wohnungnachbar ist einer, ich kann dessen NPD-Barden-Platten durch die Wohnzimmerwand mithören! Da lege ich selber nicht mal Ton-Steine-Scherben auf. Und würde am liebsten auch schleunigst wegziehen, mir steckt aber noch der letzte Umzug in den Knochen bzw. auf dem Konto.

    Und solange lebe ich eben da in meinem Kiez sozusagen klandestin: kein falsches Wort mit irgendeinem Nachbarn, die kennen sich sicher eh untereinander, nicht mit den falschen Klamotten auf die Straße etc.

    Denn es ist geradezu bescheuert, ausgerechnet da, wo man aus irgeneinem Zufall hinverschlagen wurde, partout seine politischen Auffassungen durchsetzen zu wollen, wenn man gemerkt hat, daß man damit nur was auf die Fresse kriegt. „dieses ganze GSP Gequatsche von der Agitation der Bevölkerung“ heißt doch nicht, daß man völlig hirnlos und ohne sich umgekuckt zu haben, noch jedem Fascho aus „seinem“ Kiez ein paar vernünftige Gedanken beizubringen in der Lage wäre (nicht, daß das auch bei denen grundsätzlich nicht ginge).

    Ich kann in so prekären Gegenden (die zumeist ja nicht nur vom politischen Klima her hartes Brot sind, sondern überhaupt einem das Überleben schwer machen) Leuten in der Tat für den Augenblick auch nur raten, ob sie sich nicht einen Gefallen tun, „sich dort so schnell wie möglich zu verpissen und dorthin zu gehen wo er andere Linke ankacken kann“, also in eine der größeren Städte, wo es regelmäßig noch keine no-go-aeras für Linke und nicht Angepaßte gibt. Das gilt so doch auch z.B. für Leute mit dunkler Hautfarbe oder Schwule und Lesben.

    Auch Berlin nun wahrlich nicht das „warme Nest“ ist, zu dem du diesen für die meisten ungemütlichen Moloch verfabelst, so beharre ich doch darauf, daß man sich nicht seine Theorie danach zurechbiegen sollte, was man meint, was im Augenblick, da wo man gerade ist, gerade noch „machbar“ ist. Vor allem, wenn man Null Ahnung davon hat und haben will, warum man in der Scheiße steckt, in der man so offenichtlich hängt.

  30. 30 besserscheitern 14. Mai 2009 um 15:33 Uhr

    Den letzten Schuh zieh ich mir allerdings nicht an! Ich weiß sehr wohl, warum ich in der Scheiße stecke, in der ich so offenichtlich hänge, aber ich habe keinen Bock mir von Leuten aus dem wesentlich wärmeren Nest den Sermon anzuhören, den ich gerade hinter mir gelassen habe, weil ich der Meinung bin, dass nur Ideologiekritik zu machen, ein tolles Hobby aber keine zufriedenstellende Politik ist.

    Für die Vehemenz kann der arme Wendy nun nicht soviel, aber der verkraftet das schon, weil ich sicherlich eh nur Demokratieidealist oder noch schlimmer Antifa bin. Das tröstet doch ungemein.

  31. 31 dorfdisco 14. Mai 2009 um 15:44 Uhr


    „Denn es ist geradezu bescheuert, ausgerechnet da, wo man aus irgeneinem Zufall hinverschlagen wurde, partout seine politischen Auffassungen durchsetzen zu wollen, wenn man gemerkt hat, daß man damit nur was auf die Fresse kriegt.“

    Vollkommen richtig. Man will sich die wenigen Spielräume über die man so verfügt aber nicht auch noch nehmen lassen. Und da es halt ein Unterschied ist ob der Staat, der das Recht auf Meinungsfreiheit hoch hält, beispielsweise in Form von ein paar Zivis vor einem Veranstaltungsgebäude herumlungert oder sich gerade eine 20köpfige Faschogruppe auf den Weg dorthin macht kann es nie verkehrt sein wenn Faschos auch rein prophylaktisch hier und da etwas terrorisiert werden. Die meisten Antifas sind dabei halt nützliche Idioten… und so ganz manchmal werden ja doch ein paar von ihnen zu Kommunisten. Man braucht allerdings sehr viel Geduld.

  32. 32 Ex-Antifa-Aktivist 14. Mai 2009 um 15:54 Uhr

    Das darf doch nicht wahr sein! Jetzt sind ausgerechnet Zivilbullen oder Verfassungsschützer die Garanten für ein bißchen privates Glück! Wenn ich Spielen will, gehe ich in eine Zockerbude. Wenn ich es ernst meine, meinen es die Bullen zumeist auch ernst. Dieser Staat hält das Recht auf Meinungsfreiheit doch genau solange hoch, wie du ihm nicht widersprichst. Sonst gehen deine geliebten Verfassungschützer und Zivis eben gegen dich vor und nicht gegen die Faschos, oder wenn es denen paßt eben gegen beide.

  33. 33 l 14. Mai 2009 um 17:01 Uhr

    >wo es regelmäßig noch keine no-go-aeras für Linke und nicht Angepaßte gibt

    wenn sich immer alle verpissen und immer alle das maul halten, muss man sich auch nicht über no-go-areas wundern. – du überlässt den rechten doch kampflos den platz und hoffst darauf, dass sie nicht noch mehr platz wollen.

  34. 34 l 14. Mai 2009 um 17:05 Uhr

    s‘maul gehalten haben unterm ns auch viele. – lieber weggeschaut (wenn nicht gleich mitgemacht). sonst kriegt man ja einen auf die fresse. wie sagte fassbinders mutter in „deutschland im herbst“?: zur zeit kann ich niemandem raten, zu diskutieren. man hält einen sonst noch für nen sympathisanten!

  35. 35 Ex-Antifa-Aktivist 14. Mai 2009 um 17:20 Uhr

    „du überlässt den rechten doch kampflos den platz“

    Man muß sich schon entscheiden, ob man moralisch integer, aber zusammengeschlagen auf der Intensivstation des lokalen Krankenhaus landet, oder ob man gewinnen will. Dann ist es nämlich nicht besonders zielführend, ohne vorheriges Abwägen einfach nur Glatzen Klatschen zu gehen. Selbst bei einem ausgewachsenen Bürgerkrieg, wo beide Seiten sich hinreichend organisiert haben, wäre sowas immer noch blöd. So gewinnt man überhaupt keine halbwegs ernsthafte Konfrontation, die nicht nur zufällig lokal, und zeitlich begrenzt ist.

    Besonders billig ist es im Nachhinein auch den paar Antifaschisten, zumeist Kommunisten, die also nicht wie die meisten Deutschen inhaltlich zu den Nazis übergelaufen waren, und zu deren Unterstützern geworden sind, und die die Nazis nicht gleich abgeholt haben, vorzuwerfen, nicht gleich voll Rohr mit Flugblättern vor den Fabriken aufgetaucht zu sein oder wohlmöglich Hetzreden auf dem jeweiligen Marktplatz gehalten zu haben. Denn man bekam dafür wirklich was auf die Fresse. Solche wohlfeilen Ratschläge/Beschimpfungen haben die gerade noch gebraucht.

  36. 36 dorfdisco 15. Mai 2009 um 12:16 Uhr

    @ Ex-Antifa-Aktivist: Grußel! Hast du evtl. zu viel Makks Damage gehört?

  37. 37 Ex-Antifa-Aktivist 15. Mai 2009 um 13:02 Uhr

    Nein, zuletzt war es Martha Argerich.

  38. 38 Wendy 28. Mai 2009 um 17:27 Uhr

    Was wird hier eigentlich immer so diskutiert, als wäre Selbstschutz – gegen wen auch immer – ein politischer Inhalt und identisch mit der Ideologie des Antifaschismus, der ja in seiner autonomen Ausprägung nicht „Verteidigt euer Leben, eure Wohnung, eure Projekte“ fordert, sondern „Antifa heißt Angriff“; also solange „Nazis jagen, Nazis schlagen“ bis es keine mehr gibt. Gegen Demokraten würde einem soetwas nie einfallen. Aber die sind halt das geringere Übel und hauen einem „immerhin“ nicht auf die Fresse oder stecken einen ins KZ.

  39. 39 tee 28. Mai 2009 um 20:34 Uhr

    „Antifa heißt Angriff“

    denn angriff ist angeblich die beste verteidigung. so what?!

  40. 40 besserscheitern 29. Mai 2009 um 0:26 Uhr

    Mensch Wendy, wir reden hier über Landstriche in denen „Antifa heißt Angriff“ ein Wunschtraum ist. Damit zeigst du aber einmal mehr in wunderschöner Weise deine Hauptstadt-Borniertheit. – Zieh die Konsequenz aus deinem Geschriebenen, führe den Kommunismus ein, da haben wir alle was von! Aber erhebe dich nicht über Leute, die noch einen echten Kampf mit den Nazischweinen auszufechten haben und deren größte Sorge es nicht ist, mit obskuren Sprayer-Gangs Linksabweichler zu jagen! ;)

  41. 41 Wendy 29. Mai 2009 um 14:04 Uhr

    Mit „obskuren Sprayer-Gangs“ habe ich ja nun glücklicherweise überhaupt nichts am Hut. Möchte ich hiermit klargestellt haben. Auch wenn es ein Witz war.

    Ist die Diskussion damit abgebrochen? Wenigstens hast du die Bruchlinien ganz unüblicherweise sehr gut erkannt: Antifa oder kommunistische Politik.

  42. 42 Suomecrq 23. Juni 2009 um 10:14 Uhr

    ulyR7l comment5 ,

  1. 1 top: erste ermutigende nachrichten — schon drei stimmen (davon zwei eigene) « gurke Pingback am 08. Mai 2009 um 19:36 Uhr
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