Kein Verlust

Der Nazi und Liedermacher Michael Müller („…mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an…“) hat nach Walhalla rübergemacht. Und die NPD-Göttingen zaubert mit ihrem Hang zum Esoterikkitsch ein Lächeln in mein Gesicht. Kann die eigentlich auch mal jemand zur großen Armee abkommandieren?


6 Antworten auf “Kein Verlust”


  1. 1 prozekko patizan 02. Juni 2009 um 12:24 Uhr

    Irgendwie haben Nazis ja ein Fable dafür frühzeitig nach Wallhalla abkommandiert zu werden.
    …der Nächste bitte!

  2. 2 Ballermann Sex 02. Juni 2009 um 13:52 Uhr

    Ja, da bei einer Diskussion vor einem neuen Berliner Techno-Club nach ungefähr 15 Bier (dafür war sie noch gut und strukturiert, immerhin habe ich gewonnen) mal angemahnt wurde, über den Strategie-Begriff einiger Genossen zu diskutieren und mir geraten wurde, das einfach hier anzustoßen, dann würde schon geantwortet, mache ich das mit einiger Verspätung einfach mal.

    Also, der eine Genosse meinte ja, Strategie bestünde in der bestmöglichen Ausnutzung der gegebenen Mittel zur gegebenen Situation, derjenige, der die weitere affirmative Verwendung des Begriffes Freiheit als „strategisch sinnvoll“ verteidigte, lieferte keine Strategie-Definition (an die ich mich erinnern kann).

    Nun gut, in der Diskussion wurde man sich ja einig, dass Freiheit im Kapitalismus scheiße ist und im Kommunismus mit der gemeinsamen und arbeitsteiligen Organisierung einer bedürfnisorientierten Produktionsweise zusammenkrachen würde, da der eigene Wille sich dort ja notwendigerweise an den Interessen der anderen gesellschaftlichen Subjekte zu relativieren hätte (niemand kann, beispielsweise, sagen „Ey Leute, produziert mir mal ein Auto!“).

    Wenn man den Strategie-Begriff von Atze1 teilt, dann würde folgendes bei mir herauskommen: Man versucht, sich Erkenntnis über die Welt zu verschaffen, in diesem Sinne über das Verhältnis der Freiheit (im Kapitalismus); dann kommt man, wie in unserer Diskussion darauf, dass die Freiheit weder im Kapitalismus noch überhaupt etwas ist, was man anstreben sollte; damit lässt sich nun Politik machen. Aus meiner Sicht ist es einfach ein Umweg, sich nun eine gute Seite an der Freiheit auszudenken bzw. die schlechten Seiten zu verschleiern, um damit bei den Leuten wuchern zu können. Es verstellt ja – wenn auch vielleicht in geringerem Maße als in anderen Fällen von „Die Leute da abholen, wo sie stehen“ – den Weg zur bzw. die revolutionäre Perspektive, wenn man den Leuten affirmativen Blödsinn über die bestehende Gesellschaft andreht.

    An den Leuten geläufige positive Bezugspunkte in der bürgerlichen Ideologie anknüpfen, um sie damit zum Kommunismus zu lügen… wtf?!

    Eigentlich ein Fall von „Wir sind die Avantgarde, der Pöbel ist eh zu doof zu verstehen (was es mit der Freiheit auf sich hat).“.

    Also: 1.: Wie sah nochmal dieser Strategie-Begriff aus und 2.: wie soll sowas einem bitte beim Anliegen der proletarischen (Welt)Revolution helfen?

  3. 3 dorfdisco 03. Juni 2009 um 11:54 Uhr

    „mal angemahnt wurde, über den Strategie-Begriff einiger Genossen zu diskutieren und mir geraten wurde, das einfach hier anzustoßen, dann würde schon geantwortet,“

    Gehts noch!?!
    Könnte der Typ der auf diese selten blöde Idee kahm diesen „Ballermann Sex“ anzustiften eine Diskussion die besoffen vor nem Club geführt wurde, in den Kommtarspalten der Dorfdisco fortzusetzen, wenigsten mal den Schneid besitzen hier auch an den Start zu kommen!?!

    Ich kann mir auch schon genau denken wer das war (nächstes mal gibts mehr als nur ein paar Anker und Herzchen auf den Arsch!)

  4. 4 Assi Toni 03. Juni 2009 um 13:14 Uhr

    Ey, Dieter, besoffen war niemand. Das sind deine Freunde, also schimpfe nicht mit mir. Man kann aber auch Mail-Adressen austauschen, aber dann würde ja der Spaß der öffentlichen Demütigung für den Verlierer wegfallen. :d

    Du freust dich doch eh über jeden Referer, hab dich mal nicht so!

  5. 5 A.M.P. 03. Juni 2009 um 14:39 Uhr

    Dorfdisse hast du se noch alle? :-w

  6. 6 cyberpunk 07. Juni 2009 um 9:20 Uhr

    Am Taaaaag, als Michi Müller starb und alle Pünker sangen – daaaaas war ein schöööner Taaaaag!

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