Archiv für August 2009

lego

Ich hatte Legosteine immer als reines Spielzeug aus Grundschulzeiten in Erinnernung. Aber scheinbar greifen auch erwachsene Künstler darauf zurück:

Hier hat sich jemand tatsächlich die Zeit genommen mal ein paar Legosets von bekannten Bauwerken herauszubringen. Am gelungensten finde ich die Umsetzung des New Yorker Guggenheimmuseums (an dieser Stelle sei übrigens angemerkt, dass der eigentlich eher mittelmäßige Film „the Internationals“ aufgrund ein paar grandioser Ballerszenen die im Aufgang des Museum spielen, durchaus sehenswert ist)

Mehr von dem Kram, und vor allem noch etwas größere Bauten auf der Hompage brickstructures.com

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Komplett anderes Thema, selbes Baumaterial:

Zbigniew Libera knüpfte an die von Imre Kertesz aufgeworfene Debatte über die Kommerzialisierung des Holocaust an, in dem er Auschwitz als Spielzeugartikel von der Stange mit Legosteinen darstellte.

„check your head“ Sample – Mix

Dj Moneyshot hat sich die Mühe gemacht und alle 45 Lieder aus denen die Beastie Boys die Samples für ihr „check your head“ – Album entnommen haben, zusammengesucht. Daraus ist ein 60minütigen, sehr geschickt gemachter, Mix entstanden.

Leider haben die Beastie Boys auch einige Reggaestücke verwendet. Wenn man sich durch die durchgequält hat ist der Rest eine schöne Sache für Leute die auch auf Musikinstrumente stehen die es schon vor 1980 gab.

1. Jimi Hendrix – EXP
2. Bob Marley – Duppy Conqueror
3. Barrington Levy – Under Me Sensi
4. Bad Brains – Supertouch/Shitfit
5. Lee “Scratch” Perry & The Upsetters – Kojak
6. Johnny Hammond – Big Sur Suite
7. James Newton – Choir
8. Beastie Boys – Professor Booty
9. Funkadelic – I Wanna Know If It’s Good to You?
10. Richard Pryor – Acid
11. Big Youth – Solomon A Gunday
12. The Ohio Players – Funky Worm
13. Dr. John – I Walk On Guilded Splinters
14. Larry Jones – Funky Jaws
15. Buddy Miles Express – Let Your Lovelight Shine
16. Rammelzee vs. K-Rob – Beat Bop
17. Jimmy Smith – I’m Gonna Love You Just a Little More, Baby
18. Lee Quinones – Wild Style Film Dialogue
19. Big Daddy Kane – Just Rhymin’ With Biz
20. Southside Movement – I’ve Been Watching You
21. Mantronix – Fresh Is The Word
22. The Fearless Four – Rockin It
23. Freddie Hubbard – Uncle Albert/Admiral Halsey
24. Grady Tate – Be Black Baby
25. EPMD – So What Cha Sayin’
26. Rahsaan Roland Kirk – Freaks For The Festival
27. Jimi Hendrix – Foxey Lady
28. The Turtles – I’m Chief Kamanawanalea (We’re The Royal Macadamia Nuts)
29. The Village Callers – Hector
30. Back Door – Slivadiv
31. Cheech & Chong – Don’t Bug Me
32. Jimi Hendrix – Happy Birthday
33. Willie Henderson – Loose Booty
34. Johnny Hammond – Breakout
35. Buddy Miles Express – Train
36. Jimi Hendrix – Are You Experienced?
37. The Eleventh Hour – Medley (Sock It To Me/It’s Your Thing)
38. Kool & The Gang – Give It Up
39. Cheap Trick – Surrender (Live at Budokan)
40. 5th Dimension – Age of Aquarius
41. Beastie Boys – Live at the P.J’s
42. Bad Brains – Big Take Over
43. The National Lampoon Comedians – Mr. Roberts #1
44. Ted Nuggent – Homebound
45. Jimi Hendrix – Still Raining, Still Dreaming

(Via Munitionen)

Samstagabend wieder voll so heftig ausgegangen

Nämlich in den Botanischen Garten um mir die Blüte der Viktoria Seerose anzuschauen. Alte Axt! War das ein moderiger Geruch! Erst in der Warteschlange. Verursacht durch eine in Beige gekleidete Menschenmenge die sich augenscheinlich im etwas finaleren Zustandes ihres Lebens befand. Später im Gewächshaus wurde der Geruch dann von dem Gestank der Viktoria Seerose etwas überschattet. Von der Blüte selber habe ich leider auch nicht allzuviel mitbekommen da die Massen die in den botanischen Garten strömten in eine Hauen und Stechen um die vorderen Plätze verfiehlen, dass man sonst nur von Liften in Skigebieten zur Hauptsaison kennt. Nächstes Wochenende bleibe ich einfach wieder drei Tage wach, das scheint mir gesünder zu sein.

RIP Rodeo-Bar!

Das wars! In einer Woche gibt es es keinen einzigen Club mehr im Dorf der etwas annähernd charmantes hätte. Die Rodeobar macht dann auch dicht! Willkommen in einer Welt in der man zwischen den Locations für Abiturienten, Restefickern und BWL-Studenten auf der einen Seite und spießigen Moralisten, die Angst haben ihre heiligen Subkulturhallen könnten von Fremden beschmutzt werden, auf der anderen, wählen kann.

Die letzte Rodeobarnacht wird aber wohl leider ohne mich stattfinden müssen, da das gefürchtete „Göttinger Indoor Altstadtfest“ parallel durchgeführt wird und als einzig effektiver Schutz vor dem mit ihm einhergenden bierseligen Volksmob, lediglich die Flucht aus dem Dorf bleibt.

Auch bei der Polizei gibt es sensible Künstlertypen

Polizisten dichten nicht nur gerne im Feierabend, manche malen auch:


„Vermummung und Gewalt“in Öl, von Polizist Holger Seidel aus Adelheidsdorf. Mitglied bei „Kunst in der Polizei“ die unter anderem für ihre Beachtung bei „Kunst am Bau“ kämpfen.

Ich persönlich finde ja „Kunst auf der Polizei“ besser.

Popfeminismus?

Female Beatz goes Savoy.

Bilder von Kindern kommen immer gut an!

Dorfdisco wieder am Outen, diesmal mit einem Foto, dass nicht für die Öffentlichkeit gedacht war:

Na, wer ist dieser süße kleine Racker der da so leicht verstört in die Kamera grinst und mit Schuhwerk und Symboldichte ausgestattet ist, die jeden Antifa neidisch macht? Die Abstimmung im Poll.

Na hoffentlich!


Dass die wackeren Leninisten, die in punkto Israel noch nicht ein Wort der Kritik an dem verhassten Regime geäußert haben, weiterhin den antiimperialistischen Jargon pflegen, liegt auch an der deutschen Linken – etwa an einem Bündnis, dem es Ums Ganze und schon deshalb nicht um Israel geht –, die ihre iranischen Genossen in diesem Irrsinn noch bestärken, anstatt sie mit der gerade jetzt so dringend gebotenen Solidarität mit Israel zu konfrontieren.

Auch im falschen Leben gibt es richtige Schweine II

Und deshalb finde ich diesen Absatz aus einem Redebeitrag von Frauen aus dem Iran, die inzwischen im Dorf leben, gut:

Vor 30 Jahren warfen die Gewaltmenschen der Hisbollah Steine auf Frauen und schrien „Kopftuch oder ein Schlag auf den Kopf“, was zur Installation des Regimes geführt hat.
Heute werfen Frauen und junge Mädchen Steine auf die Gewaltmenschen und schreien „Tod dem Diktator“. Dem Regime läuft es kalt den Rücken herunter, wenn es Frauen diese Parole skandieren hört.

Den ganzen Redebeitrag gibt es in der Indymedia-Kommentarspalte von diesem Bericht.

Manche Leute glauben wirklich jeden Scheiß

Die Saloncommunisten aus Düsseldorf glauben z.B. den Nazis, dass ihr Wettern gegen die Alliierten antiimperialistisch motiviert wäre und haben deshalb diesen Banner gegen einen Naziaufmarsch am 5.9. veröffentlicht:

Puh! Da hatte die Welt ja mal echt Glück, dass Nazideutschland nicht imperialistisch aktiv war. Wäre nämlich bestimmt ziemlich grausam zugegangen, wenn die Deutschen auf die Idee gekommen wären ihre Nation in der Staatenkonkurrenz besser abschneiden zu lassen in dem sie z.B. in Polen einfallen, sich Richtung Ölquellen im Kaukasus aufmachen oder Frankreich durch eine militärische Besetzung beherrschen wollen.

Sich erfolgreich gegen diese brutalen Jugendlichen verteidigen können

Nazi-Emanzen

Da hätte sich Sophie Rogge-Börner aber ne Scheibe von abschneiden können.

Viel mehr von so skurillem Nazizeug gibts in der Kategorie „Führers and Helgas“ auf Flash-Glam-Trash, einem Blog der sich irgendwo zwischen Porno, Kunst und Albernheiten bewegt und nicht von unter 18Jährigen besucht werden sollte (meinen zumindest die Betreiber).

Nicht ganz so emanzipatorisch gehts beim Führer zu:

Mal was mit Fußball in der Dorfdisco

Ein Göttinger Fußballverein hat nen neuen Sponsor der sein Geld durch die Ausbeutung von Arbeitskraft verdient – so wie das bei fast allen Sponsoren des Vereins der Fall sein dürfte. Was den neuen Sponsor von den anderen unterscheidet ist, dass die Angestellten dort Sexarbeiterinnen sind und entsprechende Dienstleistungen anbieten. Und so prangt auf irgend so nem kleinen Schild am Rand von einem Göttinger Fußballfeld Werbung für ein Bordell vor den Toren Göttingens. Eigentlich ja nicht der Rede wert aber nun hat sich, pünktlich im Sommerloch, Humke-Focks (Landtagsabgeordneter von „die Linke“) und Wucherpfennig (stadtbekannter OI!-Skin, der sich nun ausgerechnet als „sportpolitischer Sprecher“ von „Göttinger Linke“ ausgibt) dem Thema angenommen und eine Presseerklärung verfasst:

„Die GöLINKE-Ratsfraktion fordert den RSV 05 auf, unverzüglich den Sponsorenvertrag mit einem Göttinger Bordell zu kündigen.
Damit seien nach Ansicht der LINKEN Grenzen des Sponsorings überschritten worden. Gerade der Verweis auf sogenannte Flatrateangebote verböte eine Werbung für ein Etablissement, das mit der sexuellen Ausbeutung von Frauen Geschäfte mache. Letztlich würden damit auch Forderungen nach Rechten für Prostituierte mit Füßen getreten. „

Das ist ja rührend wie die Beiden sich schützend vor die armen ausgebeuteten Frauen werfen, ganz dolle Partei für sie ergreifen und mit dem RSV 05 schimpfen.
Auf die Idee, dass es aber durchaus eine bewusste Entscheidung von Menschen gibt mit Sexarbeit ihrem Lohnerwerb nachzugehen kommen die beiden nicht. Stattdessen wird hier wieder mit Moralismus at it best, Leuten die Opferrolle zugeschrieben anstatt sie als soziale Akteurinnen in den Blick zu nehmen.
Gerade durch die Verweigerung Sexarbeit als kapitalistisch geprägte Dienstleitung mit allem was dazugehört anzuerkennen (eben auch Werbung zu betreiben) werden die Rechte von Sexarbeiterinnen nicht gefördert sondern bleiben prekär. So ist es erst 2002 überhaupt zu einer gesetzlichen Regelung für Prostitution mit dem Ziel diese mit anderen Arbeitsbereichen gleich zu stellen gekommen, Steuern mussten sie allerdings schon lange zuvor abdrücken. Wie stark aber das Aushalten von Arbeit mit einer gesellschaftlichen Anerkennung einher geht haben ja zuletzt die Erzieherinnen im KiTA-Streik deutlich gemacht und angeprangert. Und wo Sexarbeiterinnen und ihre Dienstleistungen gesellschaftlich stehen haben Humke- Focks und Wucherpfennig mit ihrer Pressemitteilung eindrucksvoll vermitteln, nämlich irgendwo als nicht selbstbestimmte arme Geschöpfe die pfui-Sachen machen für die man nicht werben darf. Eine Dienstleitung die sich übrigens durch den Verkauf eines intimen Eindrucks vermittelt ohne persönlich involviert zu sein, deshalb ist das Gelaber mit sexueller Ausbeutung auch so ein Quatsch.

Und anstatt, dass die Göttinger Linke, sonst immer bemüht darum der Vernichtung von Arbeitsplätzen Einhalt zu gebieten, auf die Idee kommt sich mit den Dienstleisterinnen des geschlossenen „Flatrate-Bordells“ in Fellbach zu solidarisieren, die nun keinen Arbeitsplatz mehr vorweisen können und von Abschiebung bedroht sind – hauen die Beiden nochmal drauf und meinen, „Flatrate-Bordelle“ als besonderen Verweis auf die Ausbeutung heranziehen zu müssen.

Jetzt könnte ich natürlich noch was schreiben warum es überhaupt doof ist seine Arbeitskraft verkaufen zu müssen. Mach ich aber nicht weil ich gleich meine Verkaufen muss und keine Zeit mehr dafür habe.

Wen es interessiert hier ein Artikel einer Autorin von „Sexworkers News“
Pussy Club Fellbach – Flatrate mit den Augen einer Sexarbeiterin

Aufs wesentliche zusammengekürzt

Dumme Menschen mit dummer Motivation und richtiger Aussage… via