Archiv für September 2009

Vergewaltigung im nationalistischem Kontext

Immer wieder erstaunlich wie die Ideologie des Nationalismus es hinbekommt sich alles zum Untertan zu machen. Selbst wenn die, die sich da unterordnen eine 180Grad verrenkung machen müssen. Aktuell bei der Bildzeitung z.B:

Hier ist die Bildzeitung entzückt über selbstgebastelte Solidaritätsaufkleber für den Deutschen Marco W. der wegen der Vergewaltigung eines 13-Jährigen Mädchen in türkischer U-Haft saß.

Hier ist die Bildzeitung empört darüber dass es Solidarität mit dem Polen Roman P. gibt der wegen der Vergewaltigung eines 13-Jährigen Mädchen in Schweizer Haft sitzt.

Wäre Marco W. als deutscher Staatsbürger von nem Deutschen und nicht einem ausländischen Gericht in U-Haft geschickt worden, wäre die Uelzener Bevölkerung vermutlich eher mit Mistgabeln, Fackeln und „Kinderficker“-Rufen anstatt mit Solidaritätsbekundungen vor das Haus seiner Eltern gezogen. Denn wer vom deutschen Menschenmaterial ein „Sexgangster“ ist hat der eigene Staat zu entscheiden und nicht die anderen. Umgekehrt geht das bei Roman Polanzki aber schon klar, logo! Ausländer und ausländisches Gericht. Da kann man das dann wieder schlimm finden das einer eine 13Jährige vergewaltigt hat.

Bescheuert!

Das Leben der Anderen II

Na toll, so Probleme wie die in Berlin möchte ich auch mal haben. Hier freut man sich über jede der halbwegs erträglichen Tanzveranstaltungen und nen bisschen MDMA um zumindest mal zwischendurch Rahmenbedingungen zu schaffen in denen man das Bedürfnis nach Exzess dem sonstigen, vom Kapitalismus geprägten, Alltag überordnen kann. Und in Berlin schreibt man einen Text der den pseudoemanzipatorischen Gehalt des Feierngehens kritisiert. Einen Luxus den man sich vermutlich nur in einer Großstadt leisten kann in der man die Möglichkeit hat die halbe Woche auszugehen und dabei nicht mal mit dem gemeinen Proll an sich in Berührung kommt.
Der Text von Friederieke van der Schulen ist trotzdem richtig.

Steil gehen!

Diesmal ganz ohne Antifafahne. Dafür werden jetzt dank engagierter Begleitung, Bergsteiger die das Gipfelbuch aufschlagen über eine linksradikale Kampagne zum 60. Jahrestag der BRD informiert.

Der Vorteil wenn man sich so spät im Jahr wie wir an den Bergen versucht ist, dass man ganz alleine ist und nicht in Berührung mit dem sehr verachtenswerten gemeinen Bergsportler kommt. Der Nachteil ist dass die Gipfelfotos aufgrund des instabilen Wetters sehr dürftig ausfallen (davon mal abgesehen dass man keine Spur über die Gletscher und an den Wechten vorbei vorfindet und sich komplett eigenständig orientieren muss).
Nächste Woche gehts weiter. Wenn die Bedingungen gut sind wird diesmal probiert da drauf zu kommen.

Es wäre übringens sehr freundlich wenn die Dorfdiscoüberwachung von diesem Beitrag mir ebenfalls ein paar ausgedruckte Screenshots zukommen lassen würden. Dann könnte ich meinen, mit digitalen Medien nicht besonders vertrauten Eltern auch noch ein paar Urlaubfotos zeigen.

Gegen Deutschland helfen keine Gedichte!

Der& AK Antifa Köln und die Autonome Antifa [f] haben mit Blick auf die Aktivitäten gegen den 3.Oktober in Saarbrücken und eine Demonstration in Leipzig mal aufgeschrieben was denn so das Problem der Nationalfahnenwedelei der Antideutschen darstellt. Außerdem watschen sie noch den militanten Arm der Zentrale für politische Bildung ab. Sehr lesenswert das Ganze zu mal es wesentlich mehr Substanz hat als das etwas dümmlich daherkommende Antideutschenbashing vom Freitag.


Seit dem Wiedervereinigung genannten Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland feiert sich dieser Staat und ein Großteil der ihm als Nation unterworfenen Menschen am 3. Oktober selbst. Dieses Jahr wird der offizielle Teil des bundesweiten „Nationalfeiertages“ in Saarbrücken im Saarland ausgetragen. Verschiedene linke Gruppen rufen dazu auf, diesen Anlass zu nutzen um auch dieses Jahr das nationalistische Spektakel nicht unwidersprochen geschehen zu lassen. Am 9. Oktober findet dann in Leipzig eine überregionale Demonstration gegen die Feiern zum 20jährigen Jubiläum der „Wiedervereinigung“ statt. Erst einmal eine gute Idee. Nicht zuletzt, weil ein Großteil der Linken in Deutschland, etwa weite Teile der Linkspartei, immer noch der (antiimperialistischen) Ideologie von Staat, Volk und „nationaler Befreiung“ anhängt. Nur leider sind die ohnehin allzu spärlichen Aktionen der Linken in Deutschland gegen die nationalen Inszenierungen häufig Ausdruck einer bloß noch identitären Beschäftigung mit der Funktionsweise von Staat, Nation und Kapital im Allgemeinen sowie dem aktuell hegemonialen Nationalismus im Besonderen. Diese theoretische Borniertheit hat auch praktische Verwirrungen zur Folge. So will die antideutsche Linke diesem Staat immer noch mit dem Verweis auf die besonderen Verbrechen seiner Geschichte an den Kragen und flaggt wohl auch im Saarland und in Leipzig wieder Israel-, bzw. Alliiertenfahnen aus dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen ihrer „kompromisslosen Ablehnung“ Deutschlands. Damit macht sie es den Fans der BRD leicht – anstatt eine radikale Kritik und Praxis zu entwickeln. Trotzdem sollte auch die antinationale Linke mit ihrer Kritik an Staat und Nation bei den Feiern im Saarland und in Leipzig präsent sein. Schließlich ist man sich auch sonst nicht dafür zu schade mit allen möglichen Reformisten auf die Straße zu gehen. Zudem lässt sich an diesem Anlass gut verdeutlichen, wie ein Antinationalismus heute in Theorie und Praxis aussehen sollte – und wie nicht.Alles lesen

(hier gefunden)

Krempel

Das ist mal Recycling. Einfach etwas auf den leeren Klopapierrollen herumdrücken und schon gibts Kunst:

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Die Frage ob nun Chrome, Crumpler oder Timbuk2 die besten Messangerbags herstellt, dürfte durch folgendes Produkt nun endgültig geklärt sein. Sogar mit praktischen Features.

There’s just no need for warm beer. It’s a beautiful day in the park and you deserve to drink a cold one that’s actually cold. Geez! So we‘ve magically transformed our Classic Messenger into a fully insulated cooler. It’s a bit Jeckyll & Hyde because it looks and feels like a messenger but performs like a cooler. Its waterproof TPU liner and total insulation keep the cold and the drips inside so you can stay outside. Did we mention it comes with a built-in bottle opener? Amen.

good looking friend

Da schlägt mein altes Fahrradkurierherz höher. Das „Kryptonite – Mini“ sieht nicht nur todschick aus. Es ist auch praktisch um solche Szenen beim Kontakt mit rüpeligen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden.


Gentrification

T-Keller, Rote Straße und Buchladen sind schon weg! Bürgerstraße wirft durch Störgebäude keine Miete mehr ab! Egal, kauf ich mir trotzdem. Einfach nur so, zum Ärgern.

Eigentlich hasse ich Panflöten

Fever Ray ist die einzige Musikerin der ich Panflöte und ne kleine Esoklatsche durchgehen lasse. Unter anderem weil es durch sie so tolle Low-Budget Videos gibt:

Nen kleinen Skandal gibt es übrigens gerade auch um sie: Sie hat die Filmmusik zu diesem Film mitgeschrieben.

Und wer behauptet elektronische Musik kommt nicht durch ehrliche körperliche Arbeit zustande soll sich das mal Tim Exile anschauen:

Junge Union Deutsch Rock

Eigentlich dachte man ja, dass JU-Vorsitzender Mißfelder durch solche Sätze wie „die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ oder seinem Vorschlag bei alten Menschen auf künstliche Hüftgelenke zu verzichten da sich das für die Solidargemeinschaft nicht mehr lohne, es ganz alleine schafft seine Organisation zu demütigen. Nun hat er dabei aber Unterstützung von Dietrich Rudorff erhalten der auf die Idee kam der JU eine Hymne samt offiziellen, auf Bundesebene abegesegneten Video, zu schenken:

Die FR hat sich das auch mal angeschaut.

touch my tralala

Spitzen Song! Der hat in der Playlist Samstag Abend, zwischen Ernst Busch, Mallehits und Slime eigentlich noch gefehlt (mir gehts natürlich nur um die Melodie, nicht dass ich wieder Post bekomme, weil Leute meinen ich würde schmutzige Gedanken in der Welt verbreiten).

Und wenn ma schon ma dabei sind: Toll! (via mädchenblog)
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Und hier hätte ich mindestens drei Rechtschreibfehler gemacht.

k.i.z. – ausritt

nein – das ist kein scherz: ich nehm das persönlich!

nach dem sich der/die/das dorfdisco-chef_in erdreistet hat, meinen letzten beitrag der öffentlichkeit vorzuenthalten (schreibt mensch das zusammen?) ziehe ich meine konsequenzen und verlasse die seite!

ps: süss!

ps2: neue adresse: tschüss dorf! tschüss disco!

Reclaim a alten Friedhof und nen Kinderspielplatz! 16h Cheltenhampark

Ich habe zwar nach wie vor keine Ahnung wer die Initiative zu diesem Projekt gestartet hat. Unterstützendswert ist es alle mal. Und nach dem ertsklassige Quellen verraten haben, dass sich auch aus Mikkroklubbing- und Durch&Durch-Kreisen der Sache angenommen wird, hat das Ganze scheinbar Potenzial richtig nett zu werden. Zu mal die Sonne rauskommt.

Gleich gehts los… genauer gesagt um 16h. Eine Party zu der man übrigens ruhig mal pünktlich sein sollte, da sie evtl. von eher kurzer Dauer sein wird.

Stellungname zur Doppelmoral im Sommerloch

Erst wird ein Linker körperlich angegriffen, weil er es gewagt hat bei einer Kundgebung einer anderen Linken Strömung zuzuschauen und bekommt die Ansage, wenn er sich nochmal in der Nähe des Aggressors aufhält zusammengeschlagen zu werden. Dann wiederholt der gewaltgeile Trottel seine Drohung auf dessen firmeneigenen Blog. Heult aber gleichzeitig herum, wenn sich über diesen Gewaltfetisch (die Liste mit Drohungen und Übergriffen von der Person auf andere Linke ist von erstaunlich trauriger Länge) auf meinem Blog lustig gemacht wird, weil die Drohung in Verbindung zu der Firma gebracht würde, auf deren Blog die Drohung gepostet wurde. Etwas absurd, oder?

Die Göttinger Linke täte übrigens gut daran etwas gegen die anhaltenden Übergriffe und Drohungen zu unternehmen anstatt auf diese Doppelmoral einzugehen. Denn man darf sich nicht wundern, wenn irgendwann die ersten Leute überlegen zu den Bullen zu rennen, da die hiesige Linke nicht in der Lage oder nicht gewillt ist, sie vor dieser Bedrohung zu schützen.

Ach ja, so viel zum Thema Outing.

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die hässlichste Jacke die ich je gesehen habe

So etwas kommt vermutlich raus wenn man aus den Liedern von Peter Maffay Kleidung machen würde. Kombiniert mit ein paar Leggins wäre man damit aber bestimmt voll angesagt unter irgendwelchen Multplikatorinnen der Osloer Fashionscene.