Archiv für Oktober 2009

Filmchen gucken

Die in der FSK-Diskussion mehrmals beworbene Demo am 7.11. in Bööörlin hat nun auch noch nen Mobilisierungsjingle/video bekommen:

Auch ein Mobilsierungsdingsbums gibts zur Connydemo in Göttingen: Das ist aber mal wieder kaum auszuhalten weil man beim Hören die meiste Zeit über in abgehackten Kommandoton angepflaumt wird. Ich hoffe die Lautsprecherwagenmoderation wird jemand anderes übernehmen und nicht diese Grundschullehrerinnenstimme.

Und Taaaataaaaa: Bloggerkollege Lampe (ich mag ihn nicht) hat nicht nur Einjähriges, sondern auch noch den 3000. Kommentar in der Dorfdiso hinterlassen.

Niedlöööööööch!

Hach, wie ich mich in den Tagen nach dem Ausgehen immer über so niedlichen Kleinkram freuen kann! Aktuell das Point-and-Click-Adventure Machinarium.

Zum Glück habe ich die Demoversion schon durchgespielt bevor mir das hier erzählt wurde. Nach wie vor ist mir bei so was nämlich gar nicht mehr nach niedlich sondern eher nach so etwas.

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Zum 20.Todestag von Conny Wessmann gibts Aufrufe die 20 Jahre alt sein könnten und eine nicht angemeldete Demo am 14.11. um 15h am Gänseliesel. Mehr Infos

Terminauszug:


Freitag, 6.11.
19.30 Uhr, Kino Lumière
„Nichts ist vergessen und niemand!“
Infoveranstaltung zum Tod von Conny
am 17. November 1989.
Mit Videoausschnitten, Dias und Originaltexten

Samstag, 14.11.
15 Uhr, Gänseliesel: Demonstration „Kein Frieden mit Polizei- und Überwachungsstaat“
21 Uhr, JuZI: Party

Dienstag, 17.11.
ab circa 21.30 Uhr
Mahnwache am Weender Tor

Staat, Nation und Kapital bekämpft man am Besten durch Gedenken…

…könnte man meinen wenn man die Positionen von „Never going Home“ und der NFJ für richtig erklärt. Diese sperren sich in einer Diskussion gegen eine Kritik des kapitalistischen Normalvollzugs da die deutsche Spezifik dabei unter den Tisch fallen gelassen wird. TOP-Berlin hält dagegen und zeigt auf, dass Deutschland inzwischen gar nicht mehr schwindelt wenn es die Vergangenheit aufarbeitet. Dadurch wird schnell deutlich wie sehr eine Kritik der Verhältnisse die auf deutsche Subjektkonstitution und Psychoanalyse aufbaut und dies über Auschwitz erklären will im Jahre 2009 ins Leere läuft. Beim Hören des Mitschnitts muss man sich ernsthaft fragen ob die beiden erst genannten Gruppen überhaupt an einer Kritik des Produktionsverhältnisses interessiert sind, bzw. über eine solche Verfügen.

Aufhänger der zwei stündigen Diskussion bei FSK war die Leipziger Demonstration „Still not lovin‘ Germany“ vom 10. Oktober 2009.

Teil I

Teil II

via im*momment*vorbei

könnte spannend werden

„Es kann nicht sein was nicht sein darf“ gilt vor allem für den Bergsport was bedeutet, dass in dieser von männerbündischem Kitsch geprägten Welt Frauen wenig zu melden haben. Als Akteurinnen kommen sie selten vor und wenn müssen sie ihre Leistungen kritschen Blicken unterziehen lassen und mit Verunglimpfungen rechnen. So wurde die Neuseeländerin Lydia Bradey nach dem sie 1988 ohne Sauerstoff den Everest bestieg, verspottet da sie auf allen Vieren den Gipfel erreichte. Bei Hermann Buhl der den Nanga-Parbat-Gipfel entgegen kroch, galt dies als heldenhafte Leistung und Beleg dafür, dass er sich nicht von seinem Ziel abringen lässt. John Krakauer beschreibt in seinem Bestseller „in eisigen Höhen – das Drama am Mount Everest “ über mehrere Seiten hinweg wie sich die Amerikanerin Sandy Hill Pittman von Sherpas die neuste Ausgabe der Vouge hinterschleppen lässt ohne zu erwähnen, dass bei den meisten Bergsteigern Pornohefte zur Standartausrüstung gehören oder die Träger des Bergsportliebling Reinhard Karl in den meisten Fällen sogar seine Gummipuppe für ihn im Gepäck hatten. Und fast alle Bergsteiger kennen irgendwelche Geschichten von entkräfteten Frauen die von ihren Begleitern am kurzen Seil auf den Gipfel gezogen wurden und dadurch die gesamte Seilschaft gefährdeten während der selbe Fall unter Männern als Freundschaftsdienst unter Kameraden gilt.

Um so bemerkenswerter dass es sich immer wieder Frauen nicht nehmen lassen in die Berge zu ziehen um neue Routen zu eröffnen und Expeditionen zu unternehmen. Eine von ihnen ist Alexandra Robl die am 26.10. unser Dorf besucht und Fotos aus der Eiger Nordwand, von einigen 8000ern und dem alpinem Klettern im 9.Grad mitbringt. Und da jemandem im DAV Göttingen aufgefallen ist, dass es gar nicht so schlecht wäre wenn die Männerwelt des Bergsteigens ein paar weitere Risse bekommt, soll bei Frauen mit dem deutlich verbilligten Einritt von 1 Euro die Hemmschwelle für einen Besuch der Veranstaltung gesenkt werden so, dass sie sich dann anschauen können was weibliche Bergsteiger so alles draufhaben.

Selbstverständlich kann man jetzt entgegnen, dass genau dort der Fehler Anfängt wo sich in einem auf Leistung ausgelegten Bereich, Außenseiterinnen über Leistung einkaufen. Denn den Beweis anzutreten, dass sie als Außenseiter auch ganz dolle Leiden können, unglaublich kräftig und mutig sind bedient den ganzen Pathos von Schmerz und Schweiß. Letztendlich führt dies dazu, dass nicht das bescheuerte Prinzip des Leistungsdenkens und die Erfolgsgeilheit, die nicht nur Spitzenbersport sondern auch in der breiten Masse des männlich geprägten Sports angelegt ist, in Frage gestellt wird sondern dieses Prinzip auf andere Teile (hier Frauen) überträgt. Allerdings gäbe es dann deutlich weniger spektakuläre Geschichtchen auf die ich ja dann doch auch irgendwie stehe….

Bis zum Vortrag am Montag Abend schwelge ich noch etwas in meinen Erinnerungen an die eigenen Bergabenteuer und schaue mir Fotos vom letzten Urlaub an (aber nur die als das Wetter noch gut war, sonst bekomme ich gleich wieder schlechte Laune) :

Ich finde…

.. bei aller Sympathie für meinen Kletterpartner und Handyfinder, echt scheisse dass er trotz monströser Abfindungssummen seit Monaten den Bau des Männer H&M`s in der Weender Straße verhindert. Unterhosen bei C&A kaufen ist nämlich so was von lame!

Und Blogs ohne Bilder auch! Deshalb gibts noch ein Fotobeitrag zum gesellschaftskritischen Potential des Drogenkonsums:

Aus Frust mal wieder Veganer und die ALI beleidigen!

Ok, meine Frustrationsgrenze liegt offensichtlich nicht sonderlich hoch. Schlechte Bedingungen haben dazu geführt, dass wir unsere alpine Unternehmung abbrechen mussten und mein Wunschgipfel für dieses Jahr gestorben ist. Zu allem Überfluss sind wir im Rahmen einer Eingehtour noch auf dem Trientgletscher falsch abgebogen und haben uns an einem falschen Berg probiert der, wie sich im Nachhinein heraustellte, ausgerechnet noch „Aiguille du Pissoir“ heisst (Fotos gibts demnächst). Die schlechte Laune kann nicht mal mein heutiger Platz 6 in den Blogsportcharts aufbessern, der eigentlich meinen recht stumpfen Hang zur Selbstdarstellung befriedigen müsste. Naja, mache ich halt das was ich gut kann: Knallköpfe und ihr Umfeld beleidigen! (mehr…)

Krach

Lustig, was man alles in so technolastigen Foren findet. Da hat sich jemand hingesetzt und nen Mix mit dem Titel „Frühherbst of Punk“ gemacht. Kenne ich sogar ein paar Lieder von. Und da ich seit neustem wieder nen schwarzen Kapuzenpulli trage und dem Loverboy imponieren will poste ich den Mix mal hier:

01. weakerthans – aside
02. alkaline trio – mr chainsaw
03. leatherface – springtime
04. muff potter – das ende vom lied
05. but alive – das sind die 90′er, baby
06. kaput krauts – glaube, liebe, hoffnung
07. dackelblut – kolbenfresser
08. turbostaat – schalenka hase
09. oiro – gelber schnee
10. der raketenhund – cocooning
11. bubonix – free love on rügen
12. antitainment – dialektik der aufwärmung
13. mad minority – kalifornien
14. bubonix – kabhi khushi

37:58 mins – 320kb/s (download)

Und nun ist erstmal wieder Urlaub angesagt! Vom Bersteigen direkt auf eine Technoparty zu gehen habe ich letztes Jahr schon ausprobiert, war fast kein Problem. Jetzt bin ich gespannt wie es mir gelingt von einer Technoparty direkt zum Bergsteigen über zu gehen. Zum Glück habe ich sehr starke Freunde die mir sicherlich helfen werden ein Teil meiner Ausrüstung zu tragen.