Archiv der Kategorie 'Nachrichten aus dem Dorf'

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Als Orte zum Ausgehen habe ich ja schon seit längerer Zeit Parties von Szenekollektiven oder autonomen Zentren zugunsten eher frivoler orientierten und ausgelasseneren Zusammenkünften eingetauscht. Für diese Veranstaltung mache ich trotzdem Werbung, fast in eigener Sache. Das Konzept der Party ist nichts besonderes: Zu erwarten ist ein bunter Blumenstrauß des schlechten Geschmacks, so Bad Taste mäßig halt. Heute habe ich allerdings erfahren wer da, auf Wunsch der wohl sehr risikobereiten Veranstalter auflegen soll. Seit dem treibt mich die Frage umher ob der T-Keller schon um 1h abgeschlossen wird, weil gegen 24h die letzten Leute mit der siebten Version von „kleiner Hai“ aus dem Laden terrorisiert wurden oder ob eher gegen 22h Antifas die Anlage zerkloppen da der DJ es sich doch nicht verkneifen kann nur mal ganz, ganz kurz „Mongo mit der Bongo“ anzuspielen, nur um zu sehen ob der CD-Player die CD überhaupt nehmen würde. Ich selber werde aufgrund starker Zahnschmerzen nicht diesem Experiment beiwohnen – nicht wegen der Zahnschmerzen. Aber diverse Schmerzmittel haben an der Innenseite meines Unterarms einen Hautauschlag verursacht – mit so was ist es echt zu peinlich unter Leute zu gehen.

Cosmojl…

…hat mal wieder böse Menschenfeinde ausfindig gemacht und hält die Freiheitlich Demokratische Grundordnung und noch ein wenig den Verfassungsschutz hoch. Kein Wunder, dass die FDP-Göttingen den Artikel ihres Weggefährten inzwischen getwittert hat.

Irgendwie ist er ja aber auch nur konsequent. Denn wenn das Anliegen nur noch das ist eine blutige Angelegeheit gegen eine gößere blutige Angelegenheit (die man mit leicht paranoiden Tendenzen hinter jedem Scheiß auszumachen meint) zu verteidigen bleibt halt nicht mehr viel über für eine Kritik aus kommunistischer Perspektive.

Edit: Bei Lahmacun gefunden.

Hoffentlich nähen sie nicht noch Klopapier

Die Göttinger Veganer sind mal wieder auf ne spitzen Idee gekommen. Sie haben rausgefunden, dass Umweltschutz auch Frauensache ist. Deshalb werden heute Abend im Juzi fleißig wiederverwendbare Stoffbinden genäht. Erst muss aber noch ausdiskutiert werden ob männlich konstruierte Menschen mitbasteln dürfen:

Auferstanden aus Ruinen

Nachdem der letzte Blog irgendwann geschrottet war, ist Weltkritik back im Biz1. Ich freu mich!

  1. (sogar beim antiimperialistisch/ antimodern/ hamasversteher/ Indiologieverseuchtem Blogsport) [zurück]

Jetzt habe ich schlechte Laune!

Da surft man so kurz vor Feierabend ohne böse Vorahnung über Planet Blogsport und muss das hier entdecken: Es gibt anscheinend auch im Dorf Leute die behaupten, dass Mensch und Tier irgendwie gleich wären. Zum Glück stimmt das nicht und ich kann blöd im Internet herumschreiben anstatt ohne Klamotten auf nem Baum rumhocken zu müssen. Da es den Tieren ja nun offensichtlich nicht gelingt die extrem brutale und lebensfeindliche Natur auch nur im Ansatz zu beherrschen fordern diese fortschrittsfeindlichen Idioten mit ihrer Gleichmacherei also automatisch, dass der Mensch sich auf die Ebene der Tiere zurück begeben müsse. [Moralmodus] Scheiß Menschenfeinde! [/Moralmodus]

Skurril

Sehr toll ist es wenn man die Samstag Nacht auf einem unglaublich netten Outdoor Rave vor den Toren Göttingens verbracht hat, für dessen Umsetzung sich ein paar Leute so richtig Mühe gegeben haben.

Weniger toll ist es wenn man am Sonntag Morgen um 10Uhr zum Start eines Radrennen fahren will weil man da verabredet ist und von einem Polizisten (in Radlerhose!!!) wegen Telefonieren beim Fahrradfahren angehalten wird.
Weniger schlau ist es sich in der darauf folgenden Personalkontrolle mit einem freundlichen „Guten Tag ich bin Herr XXXX, Gewalttäter Links“ vorzustellen. (Bulle: „echt jetzt?“ – „nun ja das ist halt in Göttingen manchmal so“)
Überhaupt nicht schlau ist es einem vorbeikommenden Familienvater der irgendetwas von „Führerschein wegnehmen“ murmelt mit „ich scheiß auf deinen scheiß Führer!“ anzuschnauzen.
Dagegen geschickter ist es auf die darauf folgende Ermahnung des Polizisten der inzwischen die Personalien und LiMo Eintrag durch die Zentrale bestätigt bekommen hat zu entgegnen, dass, man bei gewissen Reizwörtern wie Führer nun mal nicht anders könne.
Verdutzt wird man dann aber wenn der Polizist mit großer Verständnis begegnet, den Familienvater wegschickt, der gar nicht mehr dazu kommt zu erklären, dass er Führerschein gesagt hat und Anfängt sich selbst ein bisschen zu bejammern wie das so ist zwischen Links und Rechts zu stehen und dass da ja Göttingen sehr speziell ist und am 9.Mai Friedland und überhaupt.
Gut ist wenn der Polizist deswegen offensichtlich das Ahnden der Ordnungswidrigkeit vergisst.
Schlecht ist wenn der Polizist dann aber meint „Herr XXXX haben sie etwas getrunken? Ich rieche ihre Fahne bis hier her“.
Blöd ist auch wenn der Polizist meint, dass er sich sicher währe dass man bei so nem Geruch auf jeden Fall über 1,6 Promille hätte und ermahnt, dass so was doch nur Burschenafter machen und zu denen würde man ja augenscheinlich nicht gehören.
Bisschen Glück hat man dann aber wenn der Polizist mitteilt, dass er einen jetzt mal nicht ins Röhrchen pusten lassen würde und man lediglich dazu verdonnert wird das Rad für den Rest des Weges zu schieben.

Und richtig toll und super ist es wenn man entdeckt, dass es eine hervorragende Jugendzeitung mit schnieken Aufklebern gibt:

Und ne Internetseite gibts auch dazu.

Und nun noch ein low budget Video von Super Flu. Das wollte ich schon lange mal posten, hat aber nie gepasst. Jetzt passt es eigentlich auch nicht, aber immerhin kommt im Beitrag mal das Wort „Outdoor Rave“ vor. Mich beschleicht so ein Gefühl, dass es dieser Frühling und vor allem der Sommer ziemlich in sich haben dürfte.

Irgendwie süß

Anzeige zum Muttertag:

Und das blöde Göttinger Tageblatt wollte sie natürlich erst mal nicht abdrucken. (via taz)

Der Weilen bittet die Polizei die Bürger in Friedland ihre Autos am 9.Mai nicht auf die Straßen zu stellen. „Weil es passieren kann, dass beim Begleiten der Versammlungen die Polizeikräften Außenspiegel von parkenden PKWs abgeknicken“.

Für Loverboy 666


Wirklich endgeilfett sexy!

(Göttinger Linksradikale spacken auf einer Afterhour ab und verüben gezielten Kollateralschaden im Zimmer eines israelischen Genossen)

Paranormal Deutschland ev

Meine Güte, war das eine bekloppte Welt in die wir uns da Sonntag Mittags hinein begeben haben: Paranomal Deutschland ev, irgendwelche Institute für Erwachsenenbildung und Bewusstseins-Erweiterung oder Heilern (bekannt aus Funk und Fernsehen!!!) habe sich in dem biederen, holzvertäfelten Ambiente der Weender Mehrzweckhalle einquartiert und eine Messe veranstaltet.
Erste Kontaktaufnahme mit dem zu erforschenden Objekten gestaltete sich schwieriger als gedacht. Das könnte evtl. an unserer nicht mehr ganz so taufrischen Außenwirkung die hauptsächlich durch das um ca. 16 Stunden vor verlagerte Sektfrühstück und einen Besuch der wake up Party geprägt war – (Wo es übrigens zu unschönen Szenen kam als der DJ sich in den späten Morgenstunden weigerte sein Set zu beenden und ein entnervter Clubbetreiber daraufhin in seiner Hilflosigkeit, Mittelfinger in der Luft haltend und unter „das Arschloch!“-Rufen ausflippte).Unser also nicht ganz der Veranstaltung angemessenes Auftreten führte dazu dass die Standbetreiber lieber schnell zusahen, dass sie uns los wurden statt uns die erhoffte Beratung über Chakren und ähnliches zu geben. Wohl auch deshalb weil wir keine Anstalten machen 18Euro fürs Händelesen oder Aurenfotografie zu zahlen (vielleicht war es auch nicht ganz so klug mit dem Bier in der Hand auf die Anwesenden zu zeigen dabei „ihr habt alle gefickt!“ zu krakehlen). Glücklicherweise stellten wir fest, dass es zwischen Chaitee und mit Steinen versehenen Wasser auch Bier (2,50 der gezapfte halbe Liter, yeahhh!) zu kaufen gab. Das führte zwar nicht unbedingt zu einem besseren Auftreten lies aber die gesamte Veranstaltung gleich wieder in einem besseren Licht erblicken. Vor allem weil uns dann die Idee kam wie man mit den Wahnsinnigen doch noch ins Gespräch kommen konnte ohne was bezahlen zu müssen, manchmal hilft ja so ein wenig Ehrlichkeit weiter: Hier ein sehr kleiner Auszug der geführten Konversation mit Leuten die sich dazu berufen fühlen die Natürlichkeit der Welt zu wahren und uns von Abartigen zu befreien:

Bei einem Stand für Traumreisen und Trance
„Oh cool, Begleitung in Trancezuständen, geil! Ich bin Drogensüchtig damit kenne ich mich aus.“
„Um Himmels willen! Mit Drogen sollten se das nicht machen. Das bringt sie beim Wandeln auf der Zeitachse völlig durcheinander. Das machen se am besten durch Atmung.“
„Och, auch nicht so ein ganz klein bisschen?“
„Nein! Auuuusßeeeer die heeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiligen Pilze“

An einem Stand für Lampen mit ausgeglichenem Energiefeld:
„Entschuldigung haben sie auch was gegen meine homosexuellen Neigungen?“
„Oh, Homosexualität habe ich noch nicht behandelt, aber meine Lampen machen auch schön braune Haut“

Nachdem man durch eine ähnliche Gesprächseröffnung sich gerade wieder eine kostenlose Lebensberatung ermöglicht hatte hörte der Typ hinter Stand gar nicht mehr auf einen bekehren zu wollen. Deshalb unterbrach man ihn:
„Haben sie eigentlich schon mal Hegel gelesen?“
„In der Schule mal, habe ich aber alles vergessen. Ich konnte meinen Verstand zum Glück schon vor Jahren überwinden“


Schnäppchen!

Ordentlich in Fahrt gekommen bin ich dann aber einer die Stimmung etwas dämpfenden Person fast in die Arme getorkelt: Der Geschäftsführerin von dem Laden für den ich arbeite . Von dieser Begegnung emotional etwas aus der Spur geworfen half nur noch die Flucht.

Der geordnete Rückzug erwies sich allerdings ein wenig komplizierter als angenommen da die eine Begleiterin erst gar nicht und dann schlafend gefunden gefunden wurde. Kopf auf der Theke des Tee- und Kaffeeausschanks und in der rechten Hand fest umklammert ein halb volles Glas Bier, in Mitten von zu sich selbst gefundenen und geistig gereinigten Chakragläubigen – Aufwecken erst durch einfach angewandte körperliche Gewalt möglich. War ich froh als ich endlich in das PUK-Minicar stieg und ein alter Bekannter aus Fahrradkurierzeiten, der seit Jahrzehnten sein Leben nicht geregelt bekommt, uns von diesem Wahnsinn weg fuhr, endlich wieder ein sympathischer Mensch!

Grölende Isolation

Meine Güte, dieses JuzIpartythema holt einen aber auch immer wieder ein.
Der allgemeine Ruf der Dorflinken nach Verschanzen und Rückzug hat nämlich einen neuen Höhepunkt erreicht. Femal Beatz im Juzi. Dabei muss man sich an der Party selber erst mal nicht groß stören, der Aufruf zu dieser Party hat es aber in sich:
In bester Bildzeitungsmanier wird ein Horrorszenario von grölenden Männerhorden und zerschlagenen Bierflaschen entworfen, welches so weit an der Realität vorbei geht, dass sich der Eindruck aufdrängt, die Autoren konstruieren gerade zu einen Grund für ihr Anliegen.
Während die letzten Veröffentlichungen zu dem Thema wenigstens noch mit den Gedanken gespielt haben Einfluss auf die, angeblich neue Partysituation zu nehmen, wird jetzt ganz offen die Selbstisolation angepriesen.
Radikale Feministinnen waren wenigstens mal, bei allem geschlechtsidentitärem Mist, unter dem Motto „Frauen erobern sich die Nacht zurück“ nach außen gegangen, haben Banden gegen Übergriffe, etc gebildet und festgestellt, dass die Präsenz im Alltag der Raum ist den man einnehmen müsste. Jetzt müsste es, konsequent zu Ende gedacht eher heißen: „Frauen*Lesben*Trans wollen sich einen goldenen (äh ,na ja, vielleicht nicht im JuzI) Käfig bauen“. Trotz besseren Wissens , beharren die Autorinnen nämlich auf dem Rückzugkonzept und schmeißen damit die eigene und im Aufruf sogar formulierte Erkenntnis über Ursache und Wirkung über Bord. Stattdessen kommen sie mit dem alten Irrglauben, in einem sog. „Freiraum“ könnte besser als irgendwo anders mit einer Kritik der Verhältnisse begonnen werden.
Bei einer solchen Beurteilung und Hochstilisierung des „Freiraums“ wird mir Angst und Bange. Die Unterscheidung in das „Innen“ und „Außen“ und das damit einhergehende anlegen unterschiedlicher Kriterien heißt im Umkehrschluss eine Absage an das Wirken in der bitteren Realität des Alltags (oder warum gibt’s keinen Aufruf sich mal nen Freitag Abend an den Willhelmsplatz zu stellen und einzugreifen wenn wieder ein paar Idioten vorbeikommenden Frauen an den Hintern langen?). Die ganze Motivation dieser Veranstaltung scheint eher auf das Bedürfnis des eigenen Wohlfühlens begründet zu sein. Dieses wird auf recht plumpe Art und weiße und trotz besseren Wissens, in die Anwesenheit von „Mann“ und „Frau“ gegossen. Die Party hätte eher den Titel verdient: „Wir bauen uns unsere kleine heile Welt in der wir unter uns sind!“. Cool! Mache ich Freitag Abend höchstwahrscheinlich auch. Würde ich aber halt nicht als fortschrittlich anpreisen und ewiglange Aufrufe zu verfassen.

Oder ich geh wie Superflu in die nächste christliche Kirchengemeinde, da kann man offensichtlich auch mal fünfe gerade sein lassen:

nur mal so # 20

Nur mal so schau ich mir gerade mal wieder die Seite der lokalen Attacfiliale Jugendantifa an und freu mich für sie, dass es mal wieder nen Thema gibt zu dem sie in der Lage sind was zu schreiben: Voll krass Nazis im Dorf. Zu dem Schluss, dass die Faschos erst mal weg vom Fenster sind und man sich deshalb ein wenig relevanteren Themen widmen könnte sind sie leider nicht gekommen. Nachdem man sich durch den üblichen Antifamist gequält hat kommt dann bezogen auf die antifaschistische Bewegung in Göttingen noch das:

[…] dürfen nicht dazu verleiten, sich danach in Selbstzufriedenheit und Szene-Scharmützeln zu ergehen

Und während ich das so lese erinnere ich mich irgendwie an ein Cover was ich vor ein paar Wochen von nem Bekannten zugemailt bekommen habe:

Göttinger Linke – ihr scheiss Subkulturrassisten!

Boa, wie ich diese Göttinger Linke so langsam aber sicher gar nicht mehr ab kann! Da findet ne große Soliparty statt, die qualitativ ein wenig mehr als der Durchschnitt zu bieten hat. Dies hat zur Folge, dass sich mehr Leute als nur die üblichen Verdächtigen im linken Standardlook dafür interessieren und auf dieser Party also auch Gäste rumlaufen die man nicht eh schon mehrmals die Woche in dem unterirdischen Selbstausbeuter Kneipenkollektiv in der Geißmarlandstr. antrifft.
Die Party selber verläuft weitestgehend relaxt auch wenn es knalle voll ist.
Jetzt wird man aber alle Nase lang von Szenepolizisten der Göttinger Linken belabert die sich genau darüber beschweren und allen ernstes traurig darüber sind, dass man keinen Grund gefunden hat die Fremden rauszuwerfen. Angeheizt wird das ganze noch durch GöDru Artikel in denen behauptet wird man können dem Sexismus Einhalt gebieten in dem man sich abschottet, und Pläne, man müsse eine Art Kleidungskontrolle am Einlass durchführen (ja ja, das Böse von Außen, ihr und eure blöde Freiraumideologie!) und dann hätte man wieder die gute alte Zeit, die es nie gab.

Liebe Göttinger Linke:
Wenn ihr es allen ernstes nicht unter Leuten aushaltet die einen Minirock tragen, eine Goldkette umhaben oder ein weißes T-Shirt anziehen outet ihr euch nicht nur als orthodoxe, spaßbefreite Moralisten, ihr zeigt vor allem wie ernst euch das Projekt die Linke zu mehr als einem Kulturszenesumpf zu machen, ist. Wenn ihr schon Bauchschmerzen dabei habt mit Leuten die nicht so aussehen oder so tanzen wie ihr den Raum zu teilen will ich gar nicht erst wissen ob ihr überhaupt den Anspruch teilt, Leute außerhalb eures biederen subkultur Freundeskreises von der Überwindung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu überzeugen.

Die Amphifa macht ne übergeile Endgegner_Innen Soliparty

Nein, das lief ganz offensichtlich nicht so wie gewünscht. Erst werden se vom RCDS`ler Rene Stender verpetzt (doofes Timing, Stender verstarb einen Monat später), dann von den Bullen ein wenig verprügelt. Während der Abtransport vom Ort des Geschehens sich unglaublich in die Länge zog, meinte es irgendjemand der Anwohner dann noch besonders gut, und untermalte die Szenarien mit dem Abspielen von Ton Steine Scherben Liedern (keine Flucht möglich, eine ganze Hundertschaft sicherte). Schließlich sind se im Gewahrsam gelandet, und mit einem Umweg über Hannover am nächsten Tag wieder in Göttingen entlassen worden (Rückfahrt in einem extra von den Bullen leer geräumten Abteil eines überfüllten Nahverkehrzugs, und den Beschwerden anwesender Hools, dass sie keine so große Polizeieskorte bekämen).
Jetzt alles eingestellt, aber viele Anwaltskosten über. Deshalb endgeilfette Soliparty am Freitag.

Jammern!

Boa, ist das alles scheiße: Während irgendwelche Pfeifen „das Patriarchat, Gewalt gegen Frauen und etc.“ mit dem Anzünden von Fahrzeugen der Stadtwerke bekämpfen wollen, bekommt es offensichtlich niemand im Dorf hin was zu der Ermordung von Alexandros Grigoropoulos verlauten zu lassen.
Die Dorfdisco ist auch in eine Art Winterstarre verfallen (nicht weiter tragisch) und mein tolles Tool zum Bau von Iglus ist auch immer noch nicht eingetroffen. Dafür ist die Zahl der Schlägereien und Unfälle vor meinem Fenster mit der Eröffnung des Göttinger Weihnachtsmarktes deutlich angestiegen und vor den Törchen der Stadt wurde ein Star gefeiert wie ihn Göttingen verdient hat (dürfe das Highlit des Jahres gewesen sein, inkl. Autogrammstunde).
Alles eigentlich egal solange man, wenn es die Arbeit zu lässt (Yeah, Freitag ist Weihnachtsfeier- ein Haufen Erzieher und Pädagogenspacken die als Polonaise durchs Haupthaus ziehen), ab und zu in seinem Zimmer sitzen kann und so toller Musik wie dieser zuhört, OI!

(und Morgen gehe ich erstmal Paintball spielen)

„Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst“

Lars Wätzold terrorisiert nicht nur regelmäßig mit seiner Comedy-Company das Lumier und jeden halbwegs guten Geschmack, offensichtlich hat der spaßige Sozialpädagoge, der berüchtigt für seine Interaktion mit dem Publikum ist („Ruft mal alle euern Vornamen .. ok ich heiße Lars, jetzt sind wir ja praktisch per Du“), auch noch neue Wege eingeschlagen und dreht Kurzfime. „Die große Polizeireform“ heißt einer davon. Dafür hat Wätzold (beliebt über alle Generationen hinweg im Dorf, so ein richtiger Sohn der Stadt halt) Unterstützung von der Polizei Göttingen bekommen die sich, so mag es der Bürger, mal ordentlich selber „auf die Schippe nimmt“.
Beim betrachten des Films wusste ich übrigens nicht genau ob mir wegen der dort auftretenden Polizisten (die meisten kennt man aus anderen Zusammenhängen, eher weniger lustigen) oder dem unterirdischen Impro-Kleinkunsthumor ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

Übrigens: Wie man Göttinger Polizisten durchaus vernünftig einbinden kann, vor allem wenn sie mal wieder jemanden Abschieben wollen, zeigt dieses Video gleich zu Beginn: