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Filmchen gucken

Die in der FSK-Diskussion mehrmals beworbene Demo am 7.11. in Bööörlin hat nun auch noch nen Mobilisierungsjingle/video bekommen:

Auch ein Mobilsierungsdingsbums gibts zur Connydemo in Göttingen: Das ist aber mal wieder kaum auszuhalten weil man beim Hören die meiste Zeit über in abgehackten Kommandoton angepflaumt wird. Ich hoffe die Lautsprecherwagenmoderation wird jemand anderes übernehmen und nicht diese Grundschullehrerinnenstimme.

Und Taaaataaaaa: Bloggerkollege Lampe (ich mag ihn nicht) hat nicht nur Einjähriges, sondern auch noch den 3000. Kommentar in der Dorfdiso hinterlassen.

Eigentlich hasse ich Panflöten

Fever Ray ist die einzige Musikerin der ich Panflöte und ne kleine Esoklatsche durchgehen lasse. Unter anderem weil es durch sie so tolle Low-Budget Videos gibt:

Nen kleinen Skandal gibt es übrigens gerade auch um sie: Sie hat die Filmmusik zu diesem Film mitgeschrieben.

Und wer behauptet elektronische Musik kommt nicht durch ehrliche körperliche Arbeit zustande soll sich das mal Tim Exile anschauen:

Bullen-Drogen-Linke-Standortlogik?

Ein letztes mal was mit Fusion. Wirklich!

Das passiert wenn in Göttingen 400 Leute zu einer Technoparty zusammenkommen:

„Mit einer gezielten Drogenrazzia hat ein Großaufgebot der Polizei Sonntagnacht (11.11.07) eine Technoparty in einem Veranstaltungsgebäude im Hagenweg vorzeitig beendet. Für den Großeinsatz unter der Federführung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen wurden rund 300 Beamtinnen und Beamte verschiedener Dienststellen aus Hannover und Göttingen zusammengezogen.“

(Polizeibericht)
Merke: 300 Bullen, eine gesprengte Party und 100 Strafverfahren (so weit ich weiß alle eingestellt)

Das passiert wenn in Mecklenburg Vorpommern über 45.000Leute zu einer ähnlichen musikalischen Richtung zusammenkommen:

„Durch die zeitweise bis zu 50 zum Einsatz gekommenen Polizeivollzugsbeamten…
…Gegen 52 Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Durch die Staatsanwaltschaft ist nunmehr zu prüfen, ob es zur gerichtlichen Anklage kommt.“


(Polizeibericht)

Offensichtlich gibts bei der Polizei einen sehr weiten Ermessensspielraum wie sie mit so Veranstaltungen umgeht. Blöd nur wenn man sich in Göttingen aufhält, gut wenn man in McPomm zur Zeit der Fusion ist, wo die Bullen das Ding was am meisten Steuern in der Region abwirft nicht groß schädigen wollen.

Apropos Drogen: Dass nicht nur die Bullen im Dorf sehr anstrengend mit diesem Thema umgehen sondern auch die hiesige Linke in großen Teilen nur blöde Bemerkungen und Spießermoral diesbezüglich auf den Kasten hat , zeigt sich nicht zu letzt wenn man sich durch die diversen Monsterskommentare dazu quält. Um so bitterer, dass selbst Bündnis 90 / die Grünen inzwischen einen sachlicheren Umgang bei BTM`s fordern und damit diverse Szenefuzzis links überholen wie z.B. diese empfehlenswerte Broschüre über Ecstasy zeigt.

War das toll!

Ich mag ja so kleine Festivals in familiärer Atmosphäre, wenn alles noch so ursprünglich ist und so. Hehe. Da machen auch so Nummern wie diese einem nichts mehr aus. War für mich persönlich eine der besten Fusion an denen ich teilgenommen habe, was sicherlich an der grandiosen Zeit von Sonntagmittag bis Montagmittag lag: Hunderte von Verpeilten bahnten sich ihren Weg durch den für sie eingerichteten Spielplatz, vergnügten sich in riesen Sandkästen, kletterten auf Baumhäusern herum, unterhielten sich mit Lichtinstallationen, spielten Seemann auf kleinen Segelbooten die herumstanden, fragten nicht mehr nach Uhrzeiten sondern Wochentagen, zettelten Affairen in den Warteschlangen zum Dixiklo an oder vielen einfach um.
Das Kabale Sommerfest wird bestimmt ähnlich ausgelassen und falls im JuzI mal wieder etwas anderes als schwarze Kapuzenpullis geduldet werden leihe ich mir diesen Anzug aus, evtl. müßte ich das mit dem Tanzen noch mal kurz üben.

Bester Fusion-Part: Lindenkrugfloor in Lärz. Was für eine super detailverliebte Deko in Richtung Realsatire. Das ostdeutsche Provinzleben wirklich sehr treffend pointiert und außerdem gabs gezapftes Lübzer, Schnitzel und Kroketten.

Noch nie waren Chaostage so langweilig


Stuart Home ist super! Die Bücher von ihm handeln meistens von Kommunisten gegen Veganer gegen andere Kommunisten die wiederum gegen Anarchos und Nazis – die Nazis sind fast immer untereinander verfeindet, wie der Rest auch. Dazwischen gibt es noch ein paar Bullen, Hausbesetzer, Ökoterroristen, Feministen, Katholiken und besorgte Eltern. Abgerundet wird das ganze durch viel Homo-, ein wenig Heterosex und einem unglaublich großen Wissen des Autors über die politischen Programme der karikierten Splittergruppen.

Das kann man ganz schlecht nachmachen. Moses Arndt, seines Zeichen Chfredakeur des Hardcoremagazin „Zap“, hats aber mit seinem Buch „Chaostage“ versucht. Mit sehr mäßigem Ergebnis. Wenn dieses sehr mäßigen Ergebnis noch zur Grundlage eines Film wird kann das nicht gut gehen. Tuts auch nicht und ich ärgere mich 5Euro Eintritt für diesen Film ausgegeben zu haben. Immerhin wurde ich im Laufe des Abends sehr betrunken.
Highlites: Interview mit Tobias Scheisse, Helge Schneider als besorgter Anwohner und der Abschlussriot.
Tiefpunkte: Eigentlich fast der ganze Film. Allerdings gelang es Ben Becker die Tiefpunkte noch nach unten zu reissen.

Fazit: Lieber die Orginale von Stuart Home lesen und der einzig echte Chaostagefilm ist „Kampf der Welten“ (na gut, zwei Szenen sind da auch nicht soooooo gut gelungen).

Geschissen aufs Urheberrecht

Vielleicht kennt den ja jemand noch nicht: Dünyayı Kurtaran Adam hat mir den Vormittag versüßt. Dauert ne Weile bis man feststellt, dass das keine Parodie ist sondern ein völlig ernst gemeinter Film der 1882 1982 in den Türksichen Kinos lief.

Hat nen spitzen Soundtrack der neben diversen Popsongs auch aus Flash Gordon, Kampfstern Galactica, James Bond und Indiana Jones Melodien besteht.

Nicht zu verachten ist auch die finale Schlacht

Falls sich jemand trauen sollte den Film am Stück zu schauen gibts hier die 91Minütige Fassung, sogar als OmU.

Heute mal was mit Innereien

Han Solo rettet in Star Wars Episode 5 Luke Skywalker vor dem Erfrieren in dem er diesen mit Hilfe der Innereien seines erfrorenen Tauntauns wärmt. Das kann man jetzt mit seinen GenossInnen beim nächsten Politgroßereignis nachspielen, wenn die Pennplatzbörse einen mal wieder in irgend ein Loch ohne frisches Bettzeug vermittelt hat. Und zwar mit diesem Schlafsack für nur 40 Dollar: Um möglichst Nahe an der Orginalszene zu bleiben ist zum Öffnen des Tauntaun(schlafsack) sogar ein Reißverschluss mit Laserschwert angebracht. Toll!

Endlich über Scheisse schreiben!

Google-Referers ich komme!!!

Mal wieder „back in the days“. Da ich offensichtlich mit einem etwas einfach gestrickten Humor ausgestattet bin, habe ich mich bei meiner Arbeit im Kindergarten immer sehr darüber gefreut, wenn ein Kind dieses Bilderbuch vorgelesen bekommen wollte. Zum Glück scheint an der analen Phase und dieser ganzen „Kacke als erstes eigenes Produkt“– Nummer was dran zu sein und das Buch wurde als der Hit unter den Kleinen gehandelt. Also falls ihr so wie ich allmählich in ein Alter kommt in dem man Leute mit Kindern sogar persönlich kennt, wäre das mal nen Geschenktip.

Ach ja, drauf gekommen bin ich weil ich gerade entdeckt habe, dass es jetzt auch einen kleinen Film davon gibt.

Carts of Darkness

Murray Siple portraitiert eine Gruppe Obdachloser in Vencouver die einem ungewöhnlichem Extremsport nachgehen: Sie veranstalten beim Pfandsammeln Downhillrennen mit ihren Einkaufswagen.

Zwar nervt der Film irgendwann mit der Romantisierung von Armut, das wird aber durch einen ganz guten Humor der Protagonisten an anderer Stelle wett gemacht.

Homepage zum Film