Tag-Archiv für 'kommunismus'

Randaletourismus

Sehr schlimm wie die Lügenpresse wieder versucht den linken Widerstand in Kopenhagen totzuschweigen. Ich z.B. konnte mich durchaus an einer Bank wärmen die kurz zuvor von Unbekannten militant angegriffen und in Brand gesteckt wurde:

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Wäre immerhin mal ein Anfang!

„Der grünen Politik liegen nicht etwa ökologische Absichten zugrunde, sondern rein ideologische Motive, die ausschließlich darauf abzielen, die Marktwirtschaft der westlichen Nationalstaaten in den Ruin zu treiben. An ihrer Stelle soll ein globaler Umverteilungsstaat nach dem Vorbild der Sowjetunion errichtet werden, der von einer zur Weltregierung ausgebauten UNO planwirtschaftlich kontrolliert wird.“

Ausgerechnet der Ökobewegung kommunistische Motive unterjubeln. Dabei haben die jetzt wirklich mal keine Kritik am Produktionsverhältnis.

Wie dem auch sei… ich freu mich auf Kopenhagen. Falls ich reingelassen werde.

Kenn ich

Ich muss zugeben: Das VS-Comic Andi3 ist teilweise gut getroffen. Auch ich habe mich darin wieder gefunden. Vor allem die Szene mit dem Plenum bzw. Schulung kam mir irgendwie bekannt vor. Nur das bei mir statt Fragezeichen regelmäßig eine Denkblase über dem Kopf schwebt:

Der VS am Puls der Zeit….. not

Was ich mich freue! Gleich gehts auf die Linksextremismus-Veranstaltung des RCDS mit dem Verfassungsschutz. Und da ich gelernt habe, dass insbesondere bei Veranstaltungen diese reine Konsumhaltung echt nicht gut ist, bereite ich mich mit einschlägiger Literatur für Berufsjugendliche wie mich vor:

Der Verfassungsschutz NRW hat, ganz Jugendnah, ein Comic herausgebracht in dem Andi seinen Kumpel Ben vom Linksextremismus abbringt.

„Mit der Publikation des Bildungscomics „Andi“ soll gezielt extremistischen bzw. antidemokratischen Agitatoren die Offensive durch überzeugende, an die Lebenswelt von Jugendlichen angepasste Argumentation genommen werden.“

Na dann… Inklusive Showdown beim Naziaufmarsch und Erklärung der linken Fachbergriffe (empfohlen sei an dieser Stelle besonders der Abschnitt zu „Gewalt / Gewaltmonopol des Staates“).

Gibts auch als PDF über diese Seite.

Wer hat uns belogen? Sozialpädagogen!

Die redical M hat sich ein paar Gedanken zur Pädagogik gemacht. Herausgekommen ist ein kleiner Chrashkurs in Sachen Kritik der Erziehung im Kapitalismus.

Rundschau

Bei mir taucht ja immer diese Werbung auf… total ineffektiv: „1kg in einer Woche verlieren“ …ich habe letztes Wochenende drei Kilo in 16Stunden verloren und bestimmt auch nicht so viel mehr Geld ausgegeben. Na gut, vielleicht war ich auf der Berghaintoilette auch etwas unverschämt gierig.

Apropos Berlin und so. Mein neues Lieblingsmedium ist eindeutig der Berlin Kurrier. Der folgende Artikel ist Lyrik pur:


Motz-Demo der Linken

Mitte – Nichts kann man denen recht machen. Es ist zum Verzweifeln, aber diese Linken sind und bleiben wohl auch die Miesepeter der Nation. 20 Jahre Mauerfall. Wenn alle feiern, gehen diese Leute auf die Straße, um zu stänkern.

„Es gibt kein Ende der Geschichte. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!“ Das ist ihr Demo-Motto. Los ging es ab 16 Uhr am Checkpoint Charlie. Von dort zogen die Nörgler durch Berlins-Mitte. 1200 hundert Menschen kamen. Für sie war die tolle Mauer-Party nur eine komplett überflüssige „Muss-Sause“. In der Oranienburger Straße brachen die Veranstalter ihren Marsch ab, um später in Köpenick gegen ein verbotenes Nazi-Konzert zu demonstrieren.

Nach Polizeiangaben waren rund 800 Beamte im Einsatz. Bis zum frühen Abend blieb es friedlich.

Und sonst noch…? …Dorftratsch!
Während der Oberschwurbler die Obermoralwachtel und der Möchtegernproletarier fassunglos darüber sind, dass die ALI-Schwanzverlängerung in der Hofeinfahrt der Roten Straße ergänzt wurde – ist man bei Lampe schon einen Schritt weiter.

Neuer Poll

Bald ist Connydemo in unserem Dorf und Hinz und Kunz pilgern hier her um wahlweise ihrem Hass, ihrer Nostalgie oder Sensationsgeilheit Rechnung zu tragen. Und so dürften zum ersten mal seit dem 25.10.03 in Magdeburg so viele zutiefst verfeindete Strömungen, wenn auch nicht als Gruppen, so doch immerhin als Einzelpersonen sich in der selben Demonstration wiederfinden. Spannungen sind also unumgänglich, die Frage ist nur: Wer geht auf wen als erstes los:

- SolHamburg auf die ALI weil das Arbeiterverräter sind die O-Phasen an der Uni statt Kundgebungen vor Fabriktoren abhalten

- JuzI auf ehemalige M`ler weil immer noch die Nudeln im Ausguß liegen

- ARAB auf irgendjemanden weil von dessen Bruder der Mitbewohner mal die Mutter von irgendeinem Bekannten beleidigt hat.

- Bernd L. auf den Inclub wegen der Sache mit der Freundin

- Der Würger auf Dorfdisco weil er ihn Würger genannt hat

- Alle auf Dorfdisco weil das schon lange mal nötig ist

- A:KA auf Kittkritik weil das Antisemiten sind

- Oldschoolfeministen zusammen mit Freiraumliebhabern auf einen Passanten mit Kappa Sport-Pulli, denn wer als Erster draufhaut ist der größte Antisexist.

- BFE Hannover auf Alborn vom FK4 weil sie ihn für einen leicht verwahrlosten Altlinken mit Alkoholproblemen halten der ihnen andauernd im Weg steht.

- aus Neid die ehemalige AAB auf Antifacafe Braunschweig, weil die es schaffen alle rauszumobben anstatt sich zu spalten.

- Dorfdisco auf Hallas wegen der jahrelangen Benutzung eines Jack Wolfskin Hipbags

„Wer hätte vor Jahren schon gedacht, dass nicht Berlin das Rennen macht“

Oktoberclub: Kommunismus in Bernau (ab min 0:33)

Ach ja… mit dem Lied wird übrigens ausgerechnet eine UG-Demo in Berlin beworben. Versteckte Botschaften über Zwist im UmsGanzeBündnis? … ich will lieber gar nicht erst wissen was passiert wenn man das Mobilisierungsvideo Rückwärts abspielt.

Filmchen gucken

Die in der FSK-Diskussion mehrmals beworbene Demo am 7.11. in Bööörlin hat nun auch noch nen Mobilisierungsjingle/video bekommen:

Auch ein Mobilsierungsdingsbums gibts zur Connydemo in Göttingen: Das ist aber mal wieder kaum auszuhalten weil man beim Hören die meiste Zeit über in abgehackten Kommandoton angepflaumt wird. Ich hoffe die Lautsprecherwagenmoderation wird jemand anderes übernehmen und nicht diese Grundschullehrerinnenstimme.

Und Taaaataaaaa: Bloggerkollege Lampe (ich mag ihn nicht) hat nicht nur Einjähriges, sondern auch noch den 3000. Kommentar in der Dorfdiso hinterlassen.

Staat, Nation und Kapital bekämpft man am Besten durch Gedenken…

…könnte man meinen wenn man die Positionen von „Never going Home“ und der NFJ für richtig erklärt. Diese sperren sich in einer Diskussion gegen eine Kritik des kapitalistischen Normalvollzugs da die deutsche Spezifik dabei unter den Tisch fallen gelassen wird. TOP-Berlin hält dagegen und zeigt auf, dass Deutschland inzwischen gar nicht mehr schwindelt wenn es die Vergangenheit aufarbeitet. Dadurch wird schnell deutlich wie sehr eine Kritik der Verhältnisse die auf deutsche Subjektkonstitution und Psychoanalyse aufbaut und dies über Auschwitz erklären will im Jahre 2009 ins Leere läuft. Beim Hören des Mitschnitts muss man sich ernsthaft fragen ob die beiden erst genannten Gruppen überhaupt an einer Kritik des Produktionsverhältnisses interessiert sind, bzw. über eine solche Verfügen.

Aufhänger der zwei stündigen Diskussion bei FSK war die Leipziger Demonstration „Still not lovin‘ Germany“ vom 10. Oktober 2009.

Teil I

Teil II

via im*momment*vorbei

Gegen Deutschland helfen keine Gedichte!

Der& AK Antifa Köln und die Autonome Antifa [f] haben mit Blick auf die Aktivitäten gegen den 3.Oktober in Saarbrücken und eine Demonstration in Leipzig mal aufgeschrieben was denn so das Problem der Nationalfahnenwedelei der Antideutschen darstellt. Außerdem watschen sie noch den militanten Arm der Zentrale für politische Bildung ab. Sehr lesenswert das Ganze zu mal es wesentlich mehr Substanz hat als das etwas dümmlich daherkommende Antideutschenbashing vom Freitag.


Seit dem Wiedervereinigung genannten Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland feiert sich dieser Staat und ein Großteil der ihm als Nation unterworfenen Menschen am 3. Oktober selbst. Dieses Jahr wird der offizielle Teil des bundesweiten „Nationalfeiertages“ in Saarbrücken im Saarland ausgetragen. Verschiedene linke Gruppen rufen dazu auf, diesen Anlass zu nutzen um auch dieses Jahr das nationalistische Spektakel nicht unwidersprochen geschehen zu lassen. Am 9. Oktober findet dann in Leipzig eine überregionale Demonstration gegen die Feiern zum 20jährigen Jubiläum der „Wiedervereinigung“ statt. Erst einmal eine gute Idee. Nicht zuletzt, weil ein Großteil der Linken in Deutschland, etwa weite Teile der Linkspartei, immer noch der (antiimperialistischen) Ideologie von Staat, Volk und „nationaler Befreiung“ anhängt. Nur leider sind die ohnehin allzu spärlichen Aktionen der Linken in Deutschland gegen die nationalen Inszenierungen häufig Ausdruck einer bloß noch identitären Beschäftigung mit der Funktionsweise von Staat, Nation und Kapital im Allgemeinen sowie dem aktuell hegemonialen Nationalismus im Besonderen. Diese theoretische Borniertheit hat auch praktische Verwirrungen zur Folge. So will die antideutsche Linke diesem Staat immer noch mit dem Verweis auf die besonderen Verbrechen seiner Geschichte an den Kragen und flaggt wohl auch im Saarland und in Leipzig wieder Israel-, bzw. Alliiertenfahnen aus dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen ihrer „kompromisslosen Ablehnung“ Deutschlands. Damit macht sie es den Fans der BRD leicht – anstatt eine radikale Kritik und Praxis zu entwickeln. Trotzdem sollte auch die antinationale Linke mit ihrer Kritik an Staat und Nation bei den Feiern im Saarland und in Leipzig präsent sein. Schließlich ist man sich auch sonst nicht dafür zu schade mit allen möglichen Reformisten auf die Straße zu gehen. Zudem lässt sich an diesem Anlass gut verdeutlichen, wie ein Antinationalismus heute in Theorie und Praxis aussehen sollte – und wie nicht.Alles lesen

(hier gefunden)

Na hoffentlich!


Dass die wackeren Leninisten, die in punkto Israel noch nicht ein Wort der Kritik an dem verhassten Regime geäußert haben, weiterhin den antiimperialistischen Jargon pflegen, liegt auch an der deutschen Linken – etwa an einem Bündnis, dem es Ums Ganze und schon deshalb nicht um Israel geht –, die ihre iranischen Genossen in diesem Irrsinn noch bestärken, anstatt sie mit der gerade jetzt so dringend gebotenen Solidarität mit Israel zu konfrontieren.

Verzaubern lassen in Orten wie Rinte, Barsinghausen oder Amelgatzen

Ich setze mich gleich mal auf mein Fahrrad um zum Junge Linke Camp zu fahren weil man da angeblich Ferien von Deutschland machen kann – mitten in Niedersachen. Na dann:

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Urlaub von mir macht übrigens gerade mal wieder meine Handy. Alle die mich in den letzten Tagen erreichen wollten müssen das also über Mail nachholen. Die checke ich dann ab Sonntag.
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Da Starblog der olle Spielverderber es verraten hat ist der Spass ja leider auch schon vorbei: Lustiges Plugin (ich habe meistens unter Mossad gesurft)

Lebenszeichen aus dem Sommerloch

Reallife momentan zu spannend um im Internet abzuhängen. Dem Loverboy scheints ähnlich zu gehen, deshalb offizielle Sommerpause in der Dorfdisco. Die Linkliste wurde trotzdem mal ergänzt. Wer da jetzt aufgeführt ist und dort nicht hin will hat Pech gehabt. Wer dort hin will und nicht aufgeführt ist ebenso.

Ach ja: Und wer immer schon mal wissen wollte warum eine Banane krumm ist kann sich in dem Vortrag „Erziehung im Kapitalismus“ von Dr. Rolf Röhrig ab Minute 53:48 aufklären lassen. Der restliche Krempel ist auch ganz aufschlussreich.

Und mit nur zwei Jahren Verspätung wird noch dieser topaktuelle Hit gepostet:

War das toll!

Ich mag ja so kleine Festivals in familiärer Atmosphäre, wenn alles noch so ursprünglich ist und so. Hehe. Da machen auch so Nummern wie diese einem nichts mehr aus. War für mich persönlich eine der besten Fusion an denen ich teilgenommen habe, was sicherlich an der grandiosen Zeit von Sonntagmittag bis Montagmittag lag: Hunderte von Verpeilten bahnten sich ihren Weg durch den für sie eingerichteten Spielplatz, vergnügten sich in riesen Sandkästen, kletterten auf Baumhäusern herum, unterhielten sich mit Lichtinstallationen, spielten Seemann auf kleinen Segelbooten die herumstanden, fragten nicht mehr nach Uhrzeiten sondern Wochentagen, zettelten Affairen in den Warteschlangen zum Dixiklo an oder vielen einfach um.
Das Kabale Sommerfest wird bestimmt ähnlich ausgelassen und falls im JuzI mal wieder etwas anderes als schwarze Kapuzenpullis geduldet werden leihe ich mir diesen Anzug aus, evtl. müßte ich das mit dem Tanzen noch mal kurz üben.

Bester Fusion-Part: Lindenkrugfloor in Lärz. Was für eine super detailverliebte Deko in Richtung Realsatire. Das ostdeutsche Provinzleben wirklich sehr treffend pointiert und außerdem gabs gezapftes Lübzer, Schnitzel und Kroketten.